Grippeimpfung 2019: Erhöhte Impfbereitschaft des medizinischen Personals in Deutschland

  • Diesjährige Bevölkerungsbefragung zur Einstellung der Bevölkerung zur Grippeimpfung von IPSOS im Auftrag von Sanofi Pasteur
  • 72 % des medizinischen Personals wollen sich gegen Grippe impfen lassen1

Frankfurt am Main, 23. Oktober 2019. Bei der diesjährigen Bevölkerungsbefragung zur Einstellung zur Grippeimpfung hat sich gezeigt, dass es Unterschiede in den befragten Gruppen gibt, die Hoffnung machen. So wollen sich 72 % des medizinischen Personals dieses Jahr  gegen Grippe impfen lassen. Eine aktuelle Umfrage des Marktforschungsinstituts IPSOS im Auftrag von Sanofi Pasteur bestätigt auch, dass es noch viel zu tun gibt. Denn die Bereitschaft zur Grippeschutzimpfung in der Gesamtbevölkerung ist unverändert bei nur 44 % geblieben.1

Medizinisches Personal (MP) ist der entscheidende Akteur für gute Grippeimpfquoten. Dies belegt der BZgA-Forschungsbericht vom September 20172. In dieser Gruppe sind neben Ärzten auch Assistenzberufe und Pflegepersonal zusammengefasst. Erfreulich ist, dass in dieser Gruppe gegenüber der letztjährigen Befragung von Sanofi Pasteur die Bereitschaft zur Grippeschutzimpfung um 20 % gestiegen ist. Es bleibt zu hoffen, dass die höhere Bereitschaft des MP für die Notwendigkeit zur jährlichen Grippeschutzimpfung langfristig zur Erhöhung  von Grippe-Impfquoten in der Gesamtbevölkerung führt. Denn bis zu den von der WHO  und EU geforderten Grippeimpfraten von 75% bei Menschen über 65 Jahren ist es noch ein weiter Weg.3

Hauptgründe für die Grippeschutzimpfung sind der persönliche Schutz (43 %), das Vermindern der grippebedingten Komplikationen (43 %) sowie der Schutz von Familie und Umfeld gegen Grippe (37 %).1 Nach wie vor ist die Impfbereitschaft in den östlichen Landesteilen höher als im Westen.

Die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) definierten Risikogruppen zeigen bereits jetzt eine höhere Bereitschaft sich impfen zu lassen als der Bevölkerungsdurchschnitt. Bisher empfiehlt die STIKO die Grippeschutzimpfung für alle Menschen über 60 Jahre, Menschen mit chronischen Erkrankungen (wie z.B. chronische Erkrankungen der Atmungsorgane, Herz-Kreislauf, Diabetes oder andere Stoffwechselerkrankungen), medizinisches Personal sowie Schwangere. So sind chronisch kranke Menschen mit 63 % und über 60-Jährige mit 54 % deutlich eher bereit sich impfen zu lassen als die Gesamtbevölkerung mit 44 %.

Insgesamt verdeutlicht die Befragung, dass es weiterer Anstrengungen in der Aufklärung zur Notwendigkeit der Grippeschutzimpfung bedarf, bis ein umfassender Schutz aller erreicht ist.

Unterschätzte Influenza-Risiken

Jeder ist von Influenza bedroht, da sich die Krankheit leicht durch Husten, Niesen oder Sprechen ausbreitet. Jedes Jahr werden weltweit 3 bis 5 Millionen Fälle von schwerer Influenza gemeldet. Abhängig von der Virulenz des Virus können mit Influenza assoziierte Todesfälle zwischen 290.000 und 650.000 Menschen betragen.4 Jüngste Studien zeigen jedoch, dass das volle Influenza-Risiko und seine schwerwiegenden Folgen weiterhin unterschätzt werden. Komplikationen der Grippe können tatsächlich  schwere Atemwegserkrankungen5, Herzinfarkt und Schlaganfall6 bei Menschen jeden Alters und besonders bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem sein.3 Unmittelbar nach einer Influenza-Infektion ist beispielsweise das Herzinfarktrisiko um das Sechsfache erhöht.6

Bedeutung der Impfung gegen Influenza

Die Gesundheitsbehörden – darunter die WHO und die US-amerikanischen Zentren für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten (CDC) – raten Risikogruppen, sich jährlich gegen Influenza impfen zu lassen.

Neben der Vorbeugung von Influenza-Erkrankungen hat sich gezeigt, dass Impfungen das Risiko der schwersten und lebensbedrohlichsten Komplikationen der Grippe verringern. Beispielsweise liegen die Schätzungen zur Vorbeugung von Herzinfarkten durch Influenza-Impfungen zwischen 15 % und 45 %. Diese Wirksamkeit  ist vergleichbar mit routinemäßigen Maßnahmen zur Vorbeugung von Herzinfarkten wie Raucherentwöhnung (32 – 43 %), Statinen (19 – 30 %) und Medikamenten gegen Bluthochdruck (17 – 25 %).7

Die steigende Nachfrage nach Influenza-Impfstoffen ist ein gutes Zeichen dafür, dass das Bewusstsein für diese Risiken bei Ärzten und der Öffentlichkeit steigt. Dies unterstreicht die generelle Bedeutung von Impfungen. Empfohlener Zeitraum für die Grippeschutzimpfungen ist Oktober oder November, damit der Impfschutz rechtzeitig und ausreichend lange aufgebaut werden kann. Sollte dieses Zeitfenster verpasst werden, ist eine spätere Impfung dennoch sinnvoll. Damit kann die Verbreitung der Viren bestmöglich  kontrolliert, der Infektionsschutz verbessert und das Risiko schwerwiegender Folgen für die Gesundheit von Einzelpersonen und der Öffentlichkeit verringert werden.

Referenzen
1 Bevölkerungsbefragung bei n= 1.000 Männern und Frauen ab 16 Jahren in Deutschland, repräsentativ für die deutsche Online-Bevölkerung durchgeführt von IPSOS im Auftrag von Sanofi Pasteur im September 2019; Repräsentativitätskriterien waren: Geschlecht, Alter, Region
2 Horstkötter N, Müller U, Ommen O, Platte A, Reckendrees B, Stander V, Lang P, Thaiss H (2017): Einstellungen, Wissen und Verhalten von Erwachsenen und Eltern gegenüber Impfungen – Ergebnisse der Repräsentativbefragung 2016 zum Infektionsschutz. BZgA-Forschungsbericht. Köln: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
3 WHO http://www.euro.who.int/en/health-topics/communicable-diseases/influenza/vaccination/influenza-vaccination-coverage-and-effectiveness letzter Zugriff: 17.10.2019
4 WHO http://www.euro.who.int/en/health-topics/communicable-diseases/influenza/seasonal-influenza/burden-of-influenza letzter Zugriff: 17.10.2019
5 Schanzer et al. Vaccine 26 (2008) 4697–4703
6 Warren-Gash et al. Eur Respir J 2018; 51: 1701794
7 MacIntyre CR, et al. Heart 2016;102:1953–1956

Über Sanofi

Sanofi ist ein weltweites Unternehmen, das Menschen bei ihren gesundheitlichen Herausforderungen unterstützt. Mit unseren Impfstoffen beugen wir Erkrankungen vor. Mit innovativen Arzneimitteln lindern wir ihre Schmerzen und Leiden. Wir kümmern uns gleichermaßen um Menschen mit seltenen Erkrankungen wie um Millionen von Menschen mit einer chronischen Erkrankung.

Mit mehr als 100.000 Mitarbeitern in 100 Ländern weltweit und annähernd 9.000 Mitarbeitern in Deutschland übersetzen wir wissenschaftliche Innovation in medizinischen Fortschritt.

Sanofi, Empowering Life.

Über Sanofi Pasteur

Sanofi Pasteur ist der weltweit größte Hersteller von Grippeimpfstoffen. Im Jahr 2017 bestätigte Sanofi Pasteur seine Führungsposition, indem es eine Produktion von mehr als 200 Millionen Dosen an saisonalem Influenza-Impfstoff, d. h. etwa 40 Prozent der weltweit vertriebenen Influenza-Impfstoffe, abschloss. Sanofi Pasteur produziert an vier Standorten Impfstoffe gegen die saisonale Grippe: Swiftwater (Pennsylvania, USA), Val de Reuil (Frankreich), Ocoyoacac (Mexiko-Stadt, Mexiko) und Shenzhen (China).

Jedes Jahr stellt Sanofi Pasteur mehr als eine Milliarde Impfdosen zur Verfügung und ermöglicht damit die Immunisierung von mehr als 500 Millionen Menschen weltweit. Als eines der weltweit führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Impfstoffe produziert Sanofi Pasteur, basierend auf seiner speziellen Expertise, ein Portfolio qualitativ hochwertiger Impfstoffe, das die Bedürfnisse der Volksgesundheit trifft. Dabei blickt das Unternehmen auf eine mehr als einhundertjährige Geschichte zurück.

Kontakt

Communications
Judith Kramer
✆ Tel.: +49 (69) 305 84412    ✉ presse@sanofi.com