Grippeimpfung 2020: Impfbereitschaft in Deutschland steigt im Zeichen von COVID-19

  • Diesjährige repräsentative Befragung zur Einstellung der Bevölkerung zur Grippeimpfung von IPSOS im Auftrag von Sanofi Pasteur 
  • Grippe-Impfbereitschaft steigt - jeder Zweite will sich gegen Grippe impfen lassen
  • Hauptgründe für eine Grippe-Impfung sind dieses Jahr die Vermeidung von Doppelinfektionen in Corona-Zeiten und die Vermeidung von grippebedingten Risiken

Berlin, 19. Oktober 2020. Die diesjährige Bevölkerungsbefragung zur Einstellung zur Grippeimpfung steht deutlich unter dem Einfluss der COVID-19 Diskussion und bewegt verschiedene Teile der Gesellschaft. So stieg die generelle Bereitschaft, sich gegen Grippe impfen zu lassen, von 44 auf 51 %.1 Damit zeigt die Haltung der Bevölkerung eine positive Veränderung, die zu einem deutlichen Schritt in Richtung der WHO-Empfehlungen zur Erhöhung von Grippe-Impfquoten in der Gesamtbevölkerung führt.2

Die diesjährige aktuelle Umfrage des Marktforschungsinstituts IPSOS im Auftrag von Sanofi Pasteur bestätigt, dass deutschlandweit Bewegung im Meinungsbildungsprozess zu diesem Thema ist. Erstmalig seit Beginn der Umfrageserie von Sanofi Pasteur im Jahr 2018 zeigt sich in allen Bundesländern eine deutlich höhere Absicht, sich gegen Grippe impfen zu lassen. Besonders in den östlichen Bundesländern Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen sind die bereits hohen Ausgangszahlen der Impfbereitschaft des Vorjahres (59 %, 62 %, 45 %) nochmals deutlich gestiegen (78 %, 75 %, 58 %) und sind erstmals auch in sechs weiteren Bundesländern (Schleswig-Holstein, Hamburg, NRW, Hessen, Berlin und Sachsen) über 50 %.1

Die steigende Akzeptanz zieht sich quer durch alle Bevölkerungsschichten und Altersgruppen. Erstmals wollen sich mehrheitlich nicht nur die >60-Jährigen zu 66 %, sondern auch die Gruppe von 50-59 Jahren zu 55% impfen lassen.1

Deutliche Steigerungen sind auch beim medizinischen Personal und den Menschen mit umfangreichem Publikumsverkehr z.B. in Altersheimen zu verzeichnen. Letztere Gruppe hat in der Impfbereitschaft fast um ein Drittel gegenüber dem Vorjahr auf 60 % zugelegt.1

Ganz stark wird im Bewusstsein der Bevölkerung eine Verbindung zwischen COVID-19 und Grippe gesehen. So geben 44 % der Grippeschutz-Befürworter an, sich gegen Grippe impfen lassen zu wollen, um diese Infektion in Corona-Zeiten auszuschließen, gefolgt von dem Wunsch nach einem persönlichen Schutz (41 %). 26 % der Befürworter wurden erst durch die Corona-Pandemie auf die Wichtigkeit der Grippe-Impfung aufmerksam. 34 % aller Befragten halten eine Impfung gegen Grippe jetzt für wichtiger als vor der Corona-Pandemie. Fast ein Drittel der Umfrageteilnehmer gibt bereits heute schon an, dass sie sich gegen COVID-19 impfen lassen würden, während 53 % noch unentschlossen sind und die Entwicklung der Corona-Pandemie oder eines COVID-19-Impfstoffs abwarten wollen.1

Die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) definierten Risikogruppen zeigen bereits jetzt eine höhere Bereitschaft sich impfen zu lassen als der Bevölkerungsdurchschnitt. Bisher empfiehlt die STIKO die Grippeschutzimpfung für alle Menschen über 60 Jahre, Menschen mit chronischen Erkrankungen (wie z.B. der Atemwege, des Herz-Kreislaufsystems, Diabetes oder andere Stoffwechselerkrankungen), medizinisches Personal sowie Schwangere. So sind chronisch kranke Menschen mit 71 % und über 60-Jährige mit 66 % deutlich eher bereit sich impfen zu lassen als die Gesamtbevölkerung mit 51 %.1

Insgesamt verdeutlicht die Befragung, dass die intensive Aufklärung zur Notwendigkeit der Grippeschutzimpfung in Zeiten der Corona-Pandemie wirkt, selbst wenn ein umfassender Schutz aller noch stets nicht erreicht ist.  Denn bis zu den von der WHO und EU geforderten Grippeimpfraten von 75% bei Menschen über 65 Jahren ist es noch ein weiter Weg.2

Unterschätzte Influenza-Risiken

Jeder ist von Influenza bedroht, da sich die Krankheit leicht durch Husten, Niesen oder Sprechen ausbreitet. Jedes Jahr werden weltweit 3 bis 5 Millionen Fälle von schwerer Influenza gemeldet. Abhängig von der Virulenz des Virus können mit Influenza assoziierte Todesfälle zwischen 290.000 und 650.000 Menschen betragen.3 Jüngste Studien zeigen jedoch, dass das volle Influenza-Risiko und seine schwerwiegenden Folgen weiterhin unterschätzt werden. Komplikationen der Grippe können tatsächlich schwere Atemwegserkrankungen4, Herzinfarkt und Schlaganfall5 sein, besonders bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem.3 Unmittelbar nach einer Influenza-Infektion ist beispielsweise das Herzinfarktrisiko um das Zehnfache erhöht.5

Bedeutung der Impfung gegen Influenza

Die Gesundheitsbehörden – darunter die WHO und die US-amerikanischen Zentren für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten (CDC) – raten Risikogruppen, sich jährlich gegen Influenza impfen zu lassen.

Neben der Vorbeugung von Influenza-Erkrankungen hat sich gezeigt, dass Impfungen das Risiko der schwersten und lebensbedrohlichsten Komplikationen der Grippe verringern. Beispielsweise liegen die Schätzungen zur Vorbeugung von Herzinfarkten durch Influenza-Impfungen zwischen 15 % und 45 %. Diese Wirksamkeit ist vergleichbar mit routinemäßigen Maßnahmen zur Vorbeugung von Herzinfarkten wie Raucherentwöhnung (32 – 43 %), Statinen (19 – 30 %) und Medikamenten gegen Bluthochdruck (17 – 25 %).6

Die steigende Nachfrage nach Influenza-Impfstoffen ist ein gutes Zeichen dafür, dass das Bewusstsein für diese Risiken bei Ärzten und der Öffentlichkeit steigt. Dies unterstreicht die generelle Bedeutung von Impfungen. Empfohlener Zeitraum für die Grippeschutzimpfungen ist laut STIKO Oktober oder November, damit der Impfschutz rechtzeitig und ausreichend lange aufgebaut werden kann. Sollte dieses Zeitfenster verpasst werden, ist eine spätere Impfung dennoch sinnvoll.7 Damit kann die Verbreitung der Viren bestmöglich kontrolliert, der Infektionsschutz verbessert und das Risiko schwerwiegender Folgen für die Gesundheit von Einzelpersonen und der Öffentlichkeit verringert werden.

Referenzen
1 Bevölkerungsbefragung bei n= 1.000 Männern und Frauen ab 16 Jahren in Deutschland, repräsentativ für die deutsche Online-Bevölkerung durchgeführt von IPSOS im Auftrag von Sanofi Pasteur im September 2020; Repräsentativitätskriterien waren: Geschlecht, Alter, Region.
2 WHO. Influenza vaccination coverage and effectiveness http://www.euro.who.int/en/health-topics/communicable-diseases/influenza/vaccination/influenza-vaccination-coverage-and-effectiveness Letzter Zugriff: 14.10.2020.
3 WHO. Influenza – estimating burden of disease. http://www.euro.who.int/en/health-topics/communicable-diseases/influenza/seasonal-influenza/burden-of-influenza Letzter Zugriff: 14.10.2020.
4 Schanzer et al. Vaccine 26 (2008) 4697–4703.
5 Warren-Gash et al. Eur Respir J 2018; 51: 1701794.
6 MacIntyre CR, et al. Heart 2016;102:1953–1956.
7 RKI. Grippeschutzimpfung: Häufig gestellte Fragen und Antworten https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Impfen/Influenza/faq_ges.html Letzter Zugriff: 14.10.2020.

Über Sanofi

Sanofi ist ein weltweites Unternehmen, das Menschen bei ihren gesundheitlichen Herausforderungen unterstützt. Mit unseren Impfstoffen beugen wir Erkrankungen vor. Mit innovativen Arzneimitteln lindern wir ihre Schmerzen und Leiden. Wir kümmern uns gleichermaßen um Menschen mit seltenen Erkrankungen wie um Millionen von Menschen mit einer chronischen Erkrankung.

Mit mehr als 100.000 Mitarbeitern in 100 Ländern weltweit und annähernd 9.000 Mitarbeitern in Deutschland übersetzen wir wissenschaftliche Innovation in medizinischen Fortschritt.

Sanofi, Empowering Life.

Über Sanofi Pasteur

Sanofi Pasteur ist der weltweit größte Hersteller von Grippeimpfstoffen. Im Jahr 2017 bestätigte Sanofi Pasteur seine Führungsposition, indem es eine Produktion von mehr als 200 Millionen Dosen an saisonalem Influenza-Impfstoff, d. h. etwa 40 Prozent der weltweit vertriebenen Influenza-Impfstoffe, abschloss. Sanofi Pasteur produziert an vier Standorten Impfstoffe gegen die saisonale Grippe: Swiftwater (Pennsylvania, USA), Val de Reuil (Frankreich), Ocoyoacac (Mexiko-Stadt, Mexiko) und Shenzhen (China).

Jedes Jahr stellt Sanofi Pasteur mehr als eine Milliarde Impfdosen zur Verfügung und ermöglicht damit die Immunisierung von mehr als 500 Millionen Menschen weltweit. Als eines der weltweit führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Impfstoffe produziert Sanofi Pasteur, basierend auf seiner speziellen Expertise, ein Portfolio qualitativ hochwertiger Impfstoffe, das die Bedürfnisse der Volksgesundheit trifft. Dabei blickt das Unternehmen auf eine mehr als einhundertjährige Geschichte zurück.

Kontakt

Communications
Director BU Communications Vaccines

Stephanie De Felice-Reidegeld
✉ presse@sanofi.com