Inga Jansen: Respekt, Mut und Vielfalt im Denken

Respekt, Mut und Vielfalt im Denken

Inga Jansen arbeitet seit bereits 20 Jahren bei Sanofi. Direkt nach dem Studium fing die promovierte Chemikerin als Betriebsassistentin in der chemischen Wirkstoffproduktion an. Inzwischen sorgt sie hier als Betriebsleiterin dafür, dass die dafür nötigen Produktionsprozesse bei Sanofi zukunfts- und wettbewerbsfähig bleiben. Damit trägt sie dazu bei, Prozesse zu etablieren und neu zu implementieren, damit chemische Wirkstoffe in hoher Qualität und ausreichender Menge robust an einem europäischen Standort hergestellt werden können – um beispielsweise den Nachschub an blutdrucksenkenden Medikamenten und Schmerzmitteln sicherzustellen. In den vergangenen zwanzig Jahren bei Sanofi hat sie viele Entwicklungen im Unternehmen miterlebt. Eine noch größere Veränderung betraf ihre eigene Person: Nach fast 50 Jahren als Mann entschloss sich Jansen, ihren Weg zum Leben als Frau zu gehen. Ihre Kollegen und Mitarbeiter bei Sanofi haben sie auf diesem Weg unterstützt, erzählt sie: „Der Betrieb hat mich in dieser Zeit getragen. Ich habe im beruflichen Kontext keine negativen Erfahrungen gemacht – leider keine Selbstverständlichkeit.“ Heute engagiert sich Inga Jansen im Sanofi-Netzwerk PridePlus, das LGBTIQ-Angestellte (Lesbian, Gay, Bisexual and Transgender) unterstützt und im Unternehmen für das Anliegen der LGBTIQ-Gleichberechtigung am Arbeitsplatz und darüber hinaus sensibilisieren möchte. „Ich finde es besonders wichtig, dass die Führungskräfte geschult werden, wie sie mit Outings umgehen sollten. Eine positive Reaktion im Arbeitsumfeld kann für transsexuelle, aber auch homosexuelle Menschen eine große Stütze sein“, so Jansen.

Was bedeutet Vielfalt für Sie persönlich?

Eine Atmosphäre der Vielfalt schafft ein kreatives Umfeld und eine Offenheit für das Andere, das Unbekannte. Dazu gehört für mich, jeden sein Leben so leben zu lassen, wie es für sie oder ihn richtig ist. Für mich ganz konkret heißt das, mein „Trans-Sein“ ohne Vorbehalte zu leben – unaufgeregt und als gleichwertiges Mitglied dieser Gesellschaft. Auch im Job, den ich wie alle anderen ausüben kann, ohne Vorbehalte, Nachteile oder Bevorzugungen. Vielfalt ist aber für mich auch eine Bereicherung der Gesellschaft, weil wir durch sie die Werte leben, die uns erst durch die freiheitlich demokratische Grundordnung ermöglicht werden.

Wie verbringen Sie die Weihnachtstage?

Ich verbringe Weihnachten klassisch im Kreise meiner kleinen Familie zu Hause. Ich bin bekennende Atheistin ohne religiösen Bezug, daher ist Weihnachten für mich kein christliches Fest, sondern einfach eine Zeit, in der für mich die Familie im Mittelpunkt steht.

Was wünschen Sie sich für ein „vielfältiges Jahr 2021“?

Ich wünsche mir ein Ende der Pandemie. Da das aber wohl ein unerfüllter Wunsch bleiben wird, zumindest einen unaufgeregteren Umgang damit: Wir sollten uns dazu wieder mehr an den Werten Leben in Freiheit, Ehre, Respekt, Mut und Vielfalt im Denken orientieren.

 
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