Bauchhirn im Stress: Das sind die Top-Auslöser von Bauchschmerzen

Bauchhirn im Stress: Das sind die Top-Auslöser von Bauchschmerzen

Es drückt, es ziept, es sticht – Bauchschmerzen und -krämpfe haben viele Gesichter. Und mindestens genauso viele Auslöser: Das Reizdarmsyndrom, eine Blasenentzündung, Menstruationsbeschwerden oder Magen-Darm-Infekte, sie alle werden in der Regel durch Bauchschmerzen und -krämpfe begleitet oder sie sind sogar das Hauptsymptom der Erkrankungen. Wie eine große Umfrage zeigt, führen aber andere Auslöser die Bauchschmerzliste an: Allen voran emotionaler Stress, den mehr als 60 Prozent der Befragten für ihre Beschwerden verantwortlich machen! [1] Auf dem zweiten Platz landen Nahrungsmittelunverträglichkeiten, dicht gefolgt von Zeitdruck: Knapp jeder Zweite gibt diesen als Auslöser von Bauchschmerzen an. Hormonelle Auslöser sind mit knapp 40 Prozent Zustimmung auf dem vierten Platz vertreten. Die Platzierung zeigt: Stress in all seinen Ausprägungen scheint ein großes Thema zu sein, wenn es um die Auslöser von Bauchschmerzen geht.

Wenn der Vagusnerv bei Stress aktiv wird

Weitere News & Storys von Sanofi in Deutschland Doch wie kommt diese Verbindung zwischen Stress und Beschwerden zustande? Was passiert im Körper, wenn der Bauch rebelliert, weil wir eine herausfordernde Zeit erleben, im Termindschungel nicht mehr durchblicken oder To-do-Listen einfach nicht kürzer werden wollen? Tatsächlich passiert einiges – und zwar über eine Standleitung zwischen Kopf und Bauch, die Darm-Hirn-Achse (engl. Gut-brain-axis). Die exakten physiologischen Mechanismen müssen erst noch erforscht werden, aber das autonome Nervensystem als wichtiger Vermittler der Stressreaktion ist ein wahrscheinlicher Kandidat. Was wir wissen: Das zentrale Nervensystem (ZNS, sitzt im Kopf) und das enterische Nervensystem (ENS, sitzt im Bauch) sind über den sogenannten Vagusnerv verbunden. Über den Vagusnerv und unseren Blutkreislauf kommunizieren diese miteinander. Emotionale Trigger steigern die Produktion von Stresshormonen, die über die Blutbahn zum Darm gelangen und dort zu einer starken Muskelkontraktion führen können. Diese spürt man als Bauchkrampf oder -schmerz. Die Schmerzsignale werden via Vagusnerv ans Gehirn zurückgeschickt – was dort wieder zu neuem Stress führen kann. Das zeigt auch die Umfrage unter Betroffenen: Mehr als 60 Prozent der Befragten geben an, dass Bauchbeschwerden sie vor allem dann belasten, wenn sie im Stress sind.

Das bringt Ruhe in den Bauch

Und nun? Was hilft, wenn das Bauchhirn zu sehr unter Stress oder seelischen Belastungen leidet? Ganz oben auf der To-do-Liste sollte jetzt vor allem eines stehen: den Stress abbauen! Dabei kann Achtsamkeit helfen. Bewusst zu atmen oder sich nicht in Gedankenspiralen zu verlieren ist genauso hilfreich wie ein realistisches Zeitmanagement und genug Pausen einzulegen. Erlaubt ist, was guttut – und diese Ruheoasen können für jeden ganz anders aussehen. Bei Stress haben sich bewusste Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation, aber auch Musikhören bewährt. Ebenso kann Sport helfen, Stresshormone im Körper abzubauen. Nicht immer lassen sich hektische Zeiten vermeiden – und gerade emotionaler Stress ist alles andere als planbar. Was dann? Bei Bauchschmerzen und -krämpfen können Mittel aus der Apotheke helfen. [2] Butylscopolamin heißt der krampflösende Wirkstoff, dessen Wirkung innerhalb von 15 Minuten einsetzt. Er ist pflanzlichen Ursprungs und wird aus der Duboisia-Pflanze gewonnen.

Heilpflanze Duboisia

Heilpflanze DuboisiaDuboisia – noch nie gehört? Dann wird es aber Zeit, denn die in Australien beheimatete Pflanze hat eine lange Tradition in der medizinischen Anwendung. Wie der heimische Stechapfel gehört sie zur Familie der Nachtschattengewächse. Die Laubblätter der verholzenden Sträucher oder Bäume sind länglich geformt, die Blüten besitzen eine weiße, glockenförmige Krone, aus der eine rundliche Beerenfrucht hervorgeht. Schon die Ureinwohner Australiens bemerkten die heilsamen Effekte der Pflanze und setzten sie unter anderem ein, um den Bauch zu beruhigen. Verantwortlich für die heilpflanzliche Wirkung der Duboisia ist ihr Inhaltsstoff Scopolamin, das hauptsächlich in den Blättern der Pflanze vorzufinden ist. Zur Gewinnung von Scopolamin wird eine Kreuzung zweier Duboisia-Arten verwendet: „Duboisia myoporoides“ und „Duboisia leichhardtii“. Doch damit ist der Wirkstoff noch nicht vollendet, denn damit er seine volle Wirkung entfalten kann, wird er chemisch zum gut verträglichen und krampflösenden Wirkstoff Butylscopolaminumbromid, kurz Butylscopolamin, verarbeitet. Dieser fand im Jahre 1951 in Tablettenform (Buscopan®) den Weg in unsere Apotheken. Butylscopolamin entspannt gezielt die verkrampfte Magen- und Darm-Muskulatur bei Bauchschmerzen und -krämpfen, reduziert deren Überaktivität und stellt die natürlichen Bewegungsabläufe wieder her. Die Pflanzen, aus denen der Wirkstoff gewonnen wird, werden extra zu diesem Zweck und ohne Einsatz von Gentechnik gezüchtet. Sie liefern hohe Scopolamin-Erträge.

 
Selbstmedikation

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Gesundheit ist ein zentrales Grundbedürfnis einer selbstbestimmten, aktiven Lebensgestaltung. Die Selbstmedikation ist ein wichtiges Instrument, um diesem Bedürfnis gerecht zu werden.

Quellen:
[1] https://www.digestio.de/de/magen-und-darm/reizdarm/corona
[2] Lacy BE et al. On-demand hyoscine butylbromide for the treatment of self-reported functional cramping abdominal pain. Scand J Gastroenterol 2013; 48: 926–935

Pflichttext:
Buscopan® Dragées. Wirkstoff: Butylscopolaminiumbromid. Anwendungsgebiet: Zur Behandlung von leichten bis mäßig starken Krämpfen des Magen-Darm-Traktes, sowie zur Behandlung krampfartiger Bauchschmerzen beim Reizdarmsyndrom. Hinweis: Enthält Sucrose (Zucker). Packungsbeilage beachten. Apothekenpflichtig. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, 65926 Frankfurt am Main. Stand: Oktober 2017