Für einen gesunden Start ins Leben – wie Impfungen dabei unterstützen können

Weltkindertag 2021: Für einen gesunden Start ins Leben – wie Impfungen dabei unterstützen können

Weitere News & Storys von Sanofi in Deutschland Was für viele Menschen erst aufgrund der COVID-19-Pandemie zu einem häufigen Gesprächsthema wurde, ist für Eltern von Babys und Kleinkindern beinahe Alltag: Impfungen. Allein bis zum zweiten Geburtstag werden den kleinsten Familienmitgliedern Impfungen gegen 13 Krankheiten empfohlen, darunter Keuchhusten (Pertussis), Kinderlähmung, Diphtherie, Wundstarrkrampf (Tetanus) und Meningokokken-Erkrankungen. Indem Eltern ihre Kinder impfen lassen, ermöglichen sie ihnen einen gesunden Start ins Leben. Impftermine folgen allerdings teilweise im Abstand von nur wenigen Wochen aufeinander und können für Eltern und Kinder mit Stress verbunden sein: So fehlt oft die Zeit, sich von Kinderarzt oder -ärztin umfassender über Impfungen informieren zu lassen. Zum Weltkindertag, der jedes Jahr am 20. September stattfindet, machen wir daher auf einige vermeidbare Infektionskrankheiten aufmerksam und unterstützen Eltern dabei, den bestmöglichen Impfschutz für ihr Kind zu finden – für die gesunde Entwicklung, die sie sich für ihre Kleinsten wünschen.

Der Impfkalender ist für Babys und Kleinkinder gut gefüllt mit Terminen, wenn alle empfohlenen Impfungen eingehalten werden. Der Impfkalender ist für Babys und Kleinkinder gut gefüllt mit Terminen, wenn alle empfohlenen Impfungen eingehalten werden: Im Abstand von oft wenigen Wochen bringen viele Eltern ihre Söhne und Töchter zur kinderärztlichen Praxis, um sicherzugehen, dass ihnen hochansteckende Krankheitserreger nicht gefährlich werden können. Den Impfschutz ihrer Kinder nimmt die Mehrheit der Eltern sehr ernst: Zu Beginn der Grundschule haben 80 % bis 90 % der Kinder wesentliche Grundimpfungen erhalten. Allerdings nimmt diese Quote vom Säuglings- bis zum Grundschulalter ab. Medizinischer Fortschritt und flächendeckende Impfungen haben in den vergangenen Jahrzehnten dafür gesorgt, dass Krankheiten, die noch vor zwei Generationen sehr viel Leid verursacht haben, in Deutschland mittlerweile massiv zurückgedrängt worden sind. Beispiele hierfür sind Kinderlähmung (Poliomyelitis, kurz Polio) oder auch Diphtherie. Es wäre jedoch ein Irrtum, deshalb den Impfschutz zu vernachlässigen. Viele Infektionskrankheiten, gegen die Impfungen vorbeugen können, sind hochansteckend und können sich wieder schnell verbreiten – mit schwerwiegenden Folgen für Betroffene. Zum Weltkindertag stellen wir einige von ihnen hier vor.

Kombinationsimpfungen: Mehrfacher Schutz mit nur einem Piks

Zu den frühsten empfohlenen Impfungen für Babys gehören Impfungen gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Kinderlähmung sowie Haemophilus influenzae Typ b und Hepatitis B.

Zu den frühsten empfohlenen Impfungen für Babys gehören Impfungen gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Kinderlähmung sowie Haemophilus influenzae Typ b und Hepatitis B.

  • Diphtherie ist höchst ansteckend. Die Erkrankung kann Organe wie das Herz schädigen und kommt vor allem bei Kindern vor.
  • Tetanus – oder Wundstarrkrampf – kann auftreten, wenn eine Wunde sich infiziert, beispielsweise durch Verschmutzungen mit Gartenerde oder Straßenschmutz.  
  • Keuchhusten kann besonders für Säuglinge sehr gefährlich werden; angesteckt werden Babys und Kleinkinder in den meisten Fällen von den Menschen um sie herum – Eltern, Geschwister oder Großeltern – oft ohne, dass diese es merken.
  • Polio heißt auch Kinderlähmung, weil die Krankheit Muskelschwäche und Lähmungen zur Folge haben kann.
  • Haemophilus influenzae Typ b sind Bakterien, die Hirnhautentzündungen (Meningitis) und andere invasive Erkrankungen auslösen können.
  • Hepatitis B ist ein Virus, das zu Infektionen der Leber führen kann.   

Um Babys vor diesen Erkrankungen zu schützen, sollte früh geimpft werden; möglich ist dies ab einem Alter von sechs Wochen. Schonend für Zeit und Nerven von Kindern und Eltern: Der Impfschutz gegen alle sechs Erkrankungen kann an nur einem Impftermin erreicht werden, mit nur einer Impfung.

Auch der Impfschutz von Kindern und Jugendlichen sollte nicht vergessen werden: Ist es an der Zeit für eine Auffrischimpfung gegen Diphtherie, Wundstarrkrampf, Keuchhusten oder Kinderlähmung? Auch für diese Auffrischimpfung ist mithilfe einer Kombinationsimpfung nur ein Impftermin nötig. Wer sich nicht sicher ist, welche Impfungen die Kinder bereits erhalten haben und den Impfpass nicht finden kann, sollte möglicherweise fehlende Impfungen schnellstmöglich nachholen. Sorgen machen muss sich dabei niemand: Eventuell vorausgegangene Impfungen stellen bei einer nochmaligen Impfung kein Risiko dar.

Meningokokken: eine seltene, aber verheerende Erkrankung

Die invasive Meningokokken-Erkrankung ist eine bakterielle Infektion, die eine Blutvergiftung (Sepsis) sowie eine Gehirnhautentzündung (Meningitis) verursachen kann. Die Erkrankung ist zwar selten, kann jedoch innerhalb von nur 24 Stunden zum Tod führen oder schwere Komplikationen und Folgeerkrankungen verursachen, darunter Amputationen, Narben, Taubheit oder Hirnschäden. Dies betrifft ungefähr 10 % bis 20 % der Betroffenen. Babys und Kleinkinder sind besonders schutzbedürftig, da ihr Immunsystem noch nicht vollständig aufgebaut ist und sie deshalb anfälliger für Infektionen sind. Da einige Anzeichen einer invasiven Meningokokken-Erkrankung zunächst unspezifisch sind – z.B. Erkältungssymptome, Schwindel und Erbrechen, plötzliches hohes Fieber – besteht die Gefahr, dass Meningokokken-Erkrankungen nicht schnell genug erkannt werden. Von 12 Meningokokken-Erregern kommen in Deutschland vor allem die Serogruppen B, C, W und Y vor. Ein Impfschutz vor all diese Serogruppen ist möglich. Es lohnt sich, beim nächsten Besuch in der Praxis nach den verschiedenen Meningokokken-Impfungen zu fragen, die einen breiten Schutz ermöglichen. Mehr zu Meningokokken und den verschiedenen Impfungen dagegen, können Eltern hier erfahren.

80 - 90 %
der Erstklässler haben wesentliche Grundimpfungen erhalten.
Bis zum 15. Lebensmonat
sollten alle empfohlenen Impfungen durchgeführt sein, da Kinder besonders gefährdet sind.
Vor 6 Krankheiten
kann eine Kombinationsimpfung Babys zu Beginn ihres Lebens schützen.

Nicht immer lässt sich mit einer Impfung vorbeugen

Nicht für jede Infektionskrankheit, die Kinder treffen kann, gibt es heutzutage bereits eine Prävention. Eine davon ist das Respiratorische Synzytial-Virus, kurz RSV. Wie können Eltern ihre Kinder dennoch schützen?

Nicht für jede Infektionskrankheit, die Kinder treffen kann, gibt es heutzutage bereits eine Prävention. Eine davon ist das Respiratorische Synzytial-Virus, kurz RSV. Wie können Eltern ihre Kinder dennoch schützen?

Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) ist eine der Hauptursachen für Infektionen der unteren Atemwege bei Säuglingen und Kleinkindern, insbesondere Bronchiolitis und Lungenentzündung. Es wird durch Speichel oder Nasensekret übertragen. In den ersten zwei Lebensjahren stecken sich 90 % der Kinder mit dem saisonalen Virus an. Sie leiden dann unter erkältungsähnlichen Symptomen wie Atembeschwerden, keuchendem Husten und Appetitlosigkeit. Schreiten die Symptome fort, verengen sich die unteren Atemwege und Atemaussetzer oder mangelnde Sauerstoffversorgung können eine Behandlung im Krankenhaus notwendig machen: Dort kann mithilfe eines medizinischen Eingriffs die Atmung unterstützt werden. Derzeit ist die RSV-Prävention ausschließlich auf Säuglinge mit hohem Risiko begrenzt. Die meisten Hospitalisierungen aufgrund einer RSV-Infektion treten jedoch bei ansonsten gesunden Kindern auf, die reif geboren wurden. Eine präventive Option steht noch nicht zur Verfügung, trotz des weltweit ungedeckten Bedarfs.

Mit dem Herbst beginnt in unseren Breitengraden üblicherweise die RSV-Saison, die bis zum Frühjahr andauert. Wie können Eltern ihr Kind schützen? Zurzeit ist dies nur möglich durch allgemeine Hygieneregeln wie häufiges Waschen von Spielzeug, Kleidung und Bettwäsche sowie konsequentes, gründliches Händewaschen, bevor man einen Säugling berührt. Nur Säuglinge, die ein erhöhtes Risiko haben, erhalten zurzeit vorbeugende monatliche Injektionen während der gesamten RSV-Saison. Dies betrifft beispielsweise Frühgeborene oder Babys, die unter angeborenen Herz- oder chronischen Lungenerkrankungen leiden.

Wenn Eltern vermuten, dass Anzeichen, die sie bei ihrem Kind beobachten, nicht nur auf eine Erkältung, sondern eine RSV-Infektion hinweisen, sollten sie möglichst rasch ihre kinderärztliche Praxis kontaktieren. Mithilfe eines Rachenabstrichs lässt sich schnell Klarheit schaffen.

Impfstoffe können schützen

Impfstoffe können schützen

Impfstoffe können einen Schutz vor bakteriellen und viralen Erkrankungen bieten. Eine Impfung regt das körpereigene Immunsystem an, passende Abwehrstoffe (Antikörper) zu produzieren. Diese Immunisierung kann den Körper vor der Infektionskrankheit schützen. Wir arbeiten jeden Tag mit Leidenschaft für eine Welt, in der sich alle Menschen durch Impfungen vor Krankheiten schützen können.