Besonders für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist die Grippesaison eine kritische Zeit. Die Grippeimpfung bietet einen großen Schutzeffekt.

Schwachstelle Herz: Ein Risikofaktor in der Grippesaison

Die jährliche Grippesaison in Europa steht vor der Tür. Besonders für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen beginnt damit eine kritische Zeit. Die Grippeimpfung bietet einen großen Schutzeffekt.

Weitere News & Storys von Sanofi in DeutschlandHohes Fieber, starke Kopf- und Gliederschmerzen, ein schlechtes Allgemeinbefinden und zahlreiche mögliche Komplikationen – die echte Grippe oder Influenza ist im Gegensatz zu einer Erkältung keine harmlose Krankheit. Auch wenn gesunde Kinder und Erwachsene sie meist folgenlos überstehen, hat sie bei Risikogruppen häufig Krankenhauseinweisungen und sogar Todesfälle zur Folge. Eine besonders gefährliche Konsequenz von Grippeerkrankungen ist der Herzinfarkt. Eine Studie der Universität Toronto ergab, dass in den ersten sieben Tagen nach einer Grippediagnose das Risiko für einen Herzinfarkt um das Sechsfache erhöht ist. Auch Schlaganfälle, Herzrhythmusstörungen, Herzmuskelentzündungen und eine bleibende Herzschwäche können durch die Influenza verursacht werden.

Wussten Sie, dass die Grippeimpfung einem Herzinfarkt vorbeugen kann?

Dabei spielen verschiedene Mechanismen eine Rolle, die noch nicht abschließend geklärt sind. Zum einen können die Grippeviren Herz und Gefäße direkt angreifen. Zum anderen führen wohl Abwehr- und Entzündungsreaktionen dazu, dass bestehende Ablagerungen (Plaques) in den Gefäßinnenwänden leichter abreißen und zu Verschlüssen von Herz- oder Hirnarterien führen können. Auch die Bildung von Blutgerinnseln wird durch einen schweren Infekt stimuliert. Und nicht zuletzt gefährden häufige Folgeerkrankungen der Grippe wie die bakterielle Lungenentzündung das Pumporgan.

Impfempfehlung beherzigen

Patienten mit Herz-Kreislauferkrankungen sollten deshalb die Möglichkeit zur jährlichen Grippeschutzimpfung wahrnehmen, wie die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt.

Der beste Zeitpunkt für die Impfung ist jeweils Oktober/November. Dann kann sich der Impfschutz rechtzeitig vor dem Beginn der Grippewelle, die meist im Januar anrollt, aufbauen. Der Zeitaufwand für den Arztbesuch und der kurze Piks stehen dabei einem großen Nutzen gegenüber: So können Herz-Kreislauf-Patienten einer neueren Übersichtsstudie zufolge ihr Risiko für ein schweres kardiovaskuläres Ereignis um mehr als ein Drittel senken.

Für wen empfiehlt die STIKO u.a. eine jährliche Grippe-Schutzimpfung?

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