Das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter. 65+ und helle Hauttypen sind besonders gefährdet. Sonnenschutz ist das A und O in der Hautkrebsprävention.

Heller Hautkrebs – Sonnenschutz ist die beste Prävention

Ein rötlicher, runder Fleck im Gesicht oder am Ohr, der einfach nicht weggeht. Haut, die sich wie feines Sandpapier anfühlt, häufig schuppt und manchmal blutet oder auch ein kleines warzenartiges Gebilde mit zerklüfteter Oberfläche – das können ganz harmlose Hautveränderungen sein. Diese Veränderungen können aber auch Anzeichen eines kutanen Plattenepithelkarzinoms (kurz cSCC) sein.

Weitere News & Storys von Sanofi in DeutschlandDas kutane Plattenepithelkarzinom ist der zweithäufigste helle Hautkrebs weltweit.(1-6) Allein in Deutschland erkranken jedes Jahr rund 32.000 Menschen an dieser Form des hellen Hautkrebs.* Ein kutanes Plattenepithelkarzinom tritt insbesondere auf Hautarealen auf, die stark der Sonne ausgesetzt sind und die besonders empfindlich auf UV-Strahlung reagieren. Dazu gehören Wangen, Nase oder Stirn.

Die „Sonnenterrassen“ der Haut

80 % des cSCC tritt im Gesicht auf

Was ist ein kutanes Plattenepithelkarzinom?

Charakteristisch für das kutane Plattenepithelkarzinom sind entartete Plattenepithelzellen. Dies sind flache Zellen in der Hautoberfläche. Werden diese Zellen kanzerös – also krebsartig – spricht man vom Plattenepithelkarzinom. Im frühen Stadium zeigt sich die Erkrankung meist als erhöhte, warzenartige Wucherung der Haut, die schuppen und gelegentlich bluten kann.

Bei etwa 5 Prozent der Patienten entwickelt sich das kutane Plattenepithelkarzinom in ein fortgeschrittenes Stadium.(7) Dabei breitet sich der Krebs auf umliegendes Gewebe oder über Tochtergeschwülste (Metastasen) aus. Man spricht dann von einem lokal fortgeschrittenen oder metastasierten kutanen Plattenepithelkarzinom.

Typische Risikofaktoren wie intensives Sonnen vermeiden

Das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter. Menschen ab dem 65. Lebensjahr und helle Hauttypen sind besonders gefährdet. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Daneben haben auch genetische Faktoren einen Einfluss auf das Erkrankungsrisiko. Der größte und gleichzeitig am stärksten unterschätzte Risikofaktor ist die UV-Belastung: UV-Strahlen, die zum Beispiel beim Arbeiten im Freien oder beim Sonnenbaden auf die Haut einwirken, können das Hautkrebsrisiko drastisch erhöhen.

Risikofaktoren für ein kutanes Plattenepithelkarzinom

Risikofaktoren für ein kutanes Plattenepithelkarzinom: Chronische UV-Exposition, Heller Hauttyp, Männliches Geschlecht, Genetische Faktoren

Schützen Sie Ihre Haut!

Daher gilt: Sonnenschutz ist das A und O in der Hautkrebsprävention! Halten Sie sich vor allem in der Mittagszeit im Schatten auf. Sie sollten nach Möglichkeit Sonnenbrille, Kopfbedeckung und Kleidung, die Arme und Beine bedeckt, tragen. Außerdem ist ein regelmäßiges Hautkrebs-Screening empfehlenswert.

Heller Hautkrebs: Schützen Sie Ihre Haut

Wird das cSCC frühzeitig erkannt, hat die Erkrankung in der Regel eine gute Prognose. Ein fortgeschrittenes kutanes Plattenepithelkarzinom kann dagegen sehr aggressiv sein. Operative Eingriffe, die zur Entfernung oberflächlicher Tumoren erforderlich sind, können Betroffene regelrecht entstellen – insbesondere, wenn der Krebs im Gesicht auftritt. Bisher konnte das fortgeschrittene cSCC nicht medikamentös behandelt werden. Wir sind zusammen mit Regeneron in dieser Indikation aktiv geworden. Ein Checkpoint-Inhibitor kann Betroffenen eine systemische Behandlung des cSCC ermöglichen.

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO zählt Krebs derzeit noch zu einer der häufigsten Todesursachen weltweit.

Dem Krebs die Stirn bieten

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO zählt Krebs derzeit noch zu einer der häufigsten Todesursachen weltweit. Und mit der immer älter werdenden Bevölkerung nimmt leider auch die Zahl der bösartigen Tumorerkrankungen kontinuierlich zu. Mehr dazu in unserem Therapiegebiet „Krebserkrankungen“ erfahren.

Quellen:
1. World Health Organization. How Common is Skin Cancer? http://www.who.int/uv/faq/skincancer/en/index1.html. Letzter Zugriff: Juli 2019.
2. Rogers, H.W., et al. Arch Dermatol; 146: 283–7 (2010).
3. Que, S.K.T., et al. J Am Acad Dermatol; 78: 249–61 (2018).
4. American Cancer Society. What Are Basal and Squamous Cell Skin Cancers? https://www.cancer.org/cancer/basal-and-squamous-cell-skin-cancer/about/what-is-basal-and-squamouscell.html. Letzter Zugriff: Juli 2019.
5. Burton, K.A., et al. Am J Clin Dermatol; 17(5): 491–508 (2016).
6. Komatsubara, K.M., et al. Am Soc Clin Oncol Educ Book; 37: 641–50 (2017).
7. Medscape. Cutaneous Squamous Cell Carcinoma. http://emedicine.medscape.com/article/1965430-overview, Letzter Zugriff: Juli 2019

* Berechnet nach Daten aus Leiter, U, et al. J Invest Dermatol 2017