Menschen reagieren ganz verschieden auf Kopfschmerzmittel. Was dem einen optimal hilft, verschafft dem anderen nur eine mäßige Linderung. Warum? Hier erfahren!

Kopfschmerzen: Die Volkskrankheit individuell behandeln

Was tut man, wenn es hinter den Schläfen pocht oder sich der Kopf wie in einer Schraubzwinge anfühlt? Vermutlich – über kurz oder lang – zum Schmerzmittel greifen. Ein Glück, dass es für diese Fälle rezeptfreie, gut wirksame und gut verträgliche Medikamente in der Apotheke gibt. Dabei haben die meisten Menschen ihre Wirkstoff-Favoriten. Der eine schwört seit Jahren auf Acetylsalicylsäure (ASS), der nächste nimmt bevorzugt Paracetamol, für den Dritten gibt es nur Ibuprofen. Fakt ist: So individuell wie Menschen sind, so verschieden reagieren sie auch auf Arzneimittel. Was dem einen optimal hilft, verschafft dem anderen nur eine mäßige Linderung seiner Beschwerden. Deshalb ist es auch gut, dass nicht nur ein Schmerzmittelwirkstoff zur Verfügung steht, sondern mehrere. Und in der richtigen Kombination lässt sich deren Effekt auch noch verstärken.

Weitere News & Storys von Sanofi in Deutschland Mehrmals im Monat, jede Woche oder sogar fast täglich? – Patienten mit Kopfschmerzen oder Migräne klagen in der Mehrheit darüber, dass sich ihre Beschwerden mit einer gewissen Regelmäßigkeit einstellen. Schnelle Hilfe ist gefragt. Von den Kopfschmerz-Betroffenen, die im Rahmen einer großen Untersuchung mit über 3.000 Teilnehmern befragt wurden, [1] litten 56 Prozent mehrmals im Jahr unter typischen Symptomen, gut ein Drittel (34 %) sogar mehrfach im Monat und 8 Prozent wöchentlich. Immerhin 2 von 100 Umfrageteilnehmern hatten fast täglich Beschwerden. Für Migräne liegen die Zahlen zwar deutlich darunter. Dennoch entsteht ein Gesamtbild, bei dem viele Menschen an vielen Tagen des Jahres nicht beschwerdefrei sind. Wie die Studie „Global Burden of Disease“ gezeigt hat, liegen Kopfschmerzen und Migräne in den EU-Staaten auf Platz 3 (hinter Schlaganfall und Demenz) der neurologischen Erkrankungen mit der höchsten Krankheitslast [2], was bedeutet, dass sie das Leben der Betroffenen in besonders hohem Maße beeinträchtigen. Ziel sollte es deshalb sein, sowohl die Zahl der Kopfschmerztage wie auch die Beschwerden im Akutfall zu reduzieren. Was sie verursacht? Den Umfrageteilnehmern zufolge ist Stress der häufigste Auslöser von Kopfschmerzen (61 %, bei den 18- bis 29-Jährigen sogar 74 %), gefolgt von schlechtem Schlaf – ab 60 Jahren ist dies sogar der Top-Trigger. [1] Mit präventiven Maßnahmen bei den Auslösern anzusetzen ist sinnvoll, aber nicht immer möglich oder ausreichend. Was tun deshalb die meisten bei akuten Kopfschmerzen? Ein Schmerzmittel einnehmen.* Doch welches?

Mehrmals im Monat, jede Woche oder sogar fast täglich? – Patienten mit Kopfschmerzen oder Migräne klagen in der Mehrheit darüber, dass sich ihre Beschwerden mit einer gewissen Regelmäßigkeit einstellen.

Verschiedene Wirkstoffe bei Kopfschmerzen – ein Ziel

Schmerzsignale werden über bestimmte Strukturen im Nervensystem, die Nozizeptoren, weitergeleitet. Der Botenstoff Prostaglandin löst dort ein Signal aus, welches das Gehirn als Schmerzreiz wahrnimmt. Die Gruppe der sogenannten COX-Hemmer (z. B. Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Diclofenac) blockiert die Bildung von COX-Enzymen, speziellen Eiweißen, die der Körper zur Herstellung von Prostaglandinen braucht. Paracetamol unterdrückt ebenfalls die Bildung von Prostaglandinen. Darüber hinaus setzt es offenbar auch im Gehirn an und blockiert dort die Schmerzsignalweiterleitung von einer Nervenzelle zur anderen. Zusätzlich beeinflusst Paracetamol vermutlich einen Teil des Nervensystems, der beruhigende und schmerzstillende Effekte steuert.

Kopfschmerztherapie – eine Frage des Typs?

Verschiedene Wirkstoffe bei Kopfschmerzen – ein ZielDie meisten Menschen wissen aus Erfahrung, dass bei ihnen nicht jedes Schmerzmittel gleich gut wirkt. Doch warum ist das so? Kleinste Varianten im Erbgut können die Reaktion des Körpers auf ein Arzneimittel verändern und dafür sorgen, dass man z. B. auf ein Schmerzmedikament nicht so gut anspricht. Aber auch die Einnahme anderer Arzneimittel oder bestimmter Speisen und Getränke kann die Wirksamkeit beeinflussen. Oft spielt auch die (Magen-)Verträglichkeit einer Substanz eine Rolle für die individuelle Präferenz eines Arzneimittels. Deshalb gibt es nicht das beste Schmerzmittel für alle Typen. Und selbst bei ein und derselben Person sind die ursächlichen Komponenten eines Kopfschmerzanfalles nicht immer identisch, sodass sich die Wirkung einer Substanz nicht sicher vorhersagen lässt. Deshalb haben sich Kombinationen aus verschiedenen Wirkstoffen mit unterschiedlichen Anti-Schmerz-Mechanismen in der Selbstmedikation bewährt. Und ob man nun „typbedingt“ Ibuprofen den Vorzug gibt, ASS oder Paracetamol – durch den Zusatz von Coffein lässt sich die Wirkung des persönlichen Schmerzmittel-Favoriten noch einmal verstärken und beschleunigen. [3],[4]

Diese Schmerzmittel werden in Deutschland besonders häufig verwendet

Was ist Ihr bevorzugter Wirkstoff gegen Kopfschmerzen? Diese Frage wurde in einer Untersuchung [1] Männern und Frauen gestellt, die unter Kopfschmerzen und/oder Migräne litten. Die Ergebnisse:

  • 43 % bevorzugen Ibuprofen.
  • 20 % favorisieren Paracetamol.
  • 11 % nutzen am liebsten ASS.
  • 15 % ziehen andere Wirkstoffe oder Wirkstoff-Kombinationen vor.
  • 11 % haben keinen bevorzugten Wirkstoff und nehmen das, was gerade da ist.

Bei genauerer Betrachtung der verschiedenen Altersgruppen fällt auf:

  • Paracetamol ist vor allem bei jüngeren und älteren Befragten beliebt, weniger in der mittleren Altersgruppe. Der Höchstwert wird mit 23 % bei den 18- bis 29-Jährigen erreicht.
  • ASS schätzen vor allem Umfrageteilnehmer ab 50 Jahren (50–59 Jahre: 15 %, 60–69 Jahre: 13 %, 70–79 Jahre: 15 %, zum Vergleich: Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es nur 6 %).
  • Ibuprofen ist in allen Altersgruppen beliebt.

Wirkstoff-Wahl: Wonach entscheiden Patienten?

Wirkstoff-Wahl: Nach welchen Kriterien entscheiden Patienten?

Nach den Gründen für ihre Vorliebe gefragt, gaben 60 Prozent der Umfrageteilnehmer [1] die Wirkung als wichtiges Kriterium an, was nicht überrascht. Schließlich soll ein Schmerzmittel in erster Linie Schmerzen nehmen. Doch bereits an zweiter Stelle wurde mit 57 Prozent die Verträglichkeit genannt. Positive Erfahrung und Gewohnheit („habe ich immer in der Hausapotheke“: 36 %, „verwende ich schon seit Jahren“: 34 %) spielen ebenfalls eine größere Rolle bei der Schmerzmittelwahl. Weitaus seltener gilt das für die Empfehlung durch Freunde oder Familie (10 %). Und nur 5 Prozent der Befragten gaben an, aufgrund anderer regelmäßig eingenommener Medikamente keinen anderen Wirkstoff verwenden zu können.

 
Selbstmedikation

Selbstmedikation

Gesundheit ist ein zentrales Grundbedürfnis einer selbstbestimmten, aktiven Lebensgestaltung. Die Selbstmedikation ist ein wichtiges Instrument, um diesem Bedürfnis gerecht zu werden.

* Bei häufigen oder sogar täglichen Beschwerden ist eine ärztliche Abklärung erforderlich.

Quellen:
[1] Bilendi-Umfrage Kopfschmerzen 2021. Befragt wurden 3.134 Frauen und Männer der deutschen Bevölkerung ab 18 Jahren, die in den vorangegangenen 12 Monaten unter Kopfschmerzen und/oder Migräne gelitten hatten, Februar 2021 (bisher unveröffentlichte Daten, erhältlich bei mail@petersenpartner.de).
[2] Deuschl G et al. The burden of neurological diseases in Europe: an analysis for the Global Burden of Disease Study 2017. Lancet Public Health 2020; 5: e551–567; doi: 10.1016/S2468-2667(20)30190-0
 [3] Weiser T et al. Efficacy and safety of a fixed-dose combination of ibuprofen and caffeine in the management of moderate to severe dental pain after third molar extraction. Eur J Pain 2018; 22: 28–38; doi: 10.1002/ejp.1068
[4] Diener HC et al. The fixed combination of acetylsalicylic acid, paracetamol and caffeine is more effective than single substances and dual combination for the treatment of headache: a multicentre, randomized, double-blind, single-dose, placebo-controlled parallel group study. Cephalalgia 2005; 25: 776–787; doi: 10.1111/j1468-2982.2005.00948.x

Pflichttext:

Thomapyrin® CLASSIC Schmerztabletten.
Thomapyrin® INTENSIV.
Wirkstoffe: CLASSIC Schmerztabletten: Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Coffein. Für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren bei akuten leichten bis mäßig starken Schmerzen. Warnhinweis: Bei Schmerzen oder Fieber ohne ärztlichen Rat nicht länger anwenden als in der Packungsbeilage vorgegeben!
INTENSIV: Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Coffein. Für Erwachsene und Jugendliche zur Behandlung von akuten Kopfschmerzen (z. B. Spannungskopfschmerzen) und Migräneanfällen (mit und ohne Aura). Warnhinweis: Schmerzmittel sollen längere Zeit oder in höheren Dosen nicht ohne Befragen des Arztes angewendet werden.
Hinweis: Enthält Lactose. Packungsbeilage beachten. Apothekenpflichtig.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
, 65926 Frankfurt am Main.
Stand: Thomapyrin® INTENSIV: Juli 2019; Thomapyrin® CLASSIC Schmerztabletten: Januar 2020. (SADE.THOM2.19.06.1576(3));

Thomapyrin® TENSION DUO 400 mg/100 mg Filmtabletten. Wirkstoffe: Ibuprofen und Coffein. Für Erwachsene zur kurzzeitigen Behandlung von akut auftretenden mäßig starken Schmerzen.
Packungsbeilage beachten. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, 65926 Frankfurt am Main.
Stand: Januar 2021.