Bei Patienten mit Spannungskopfschmerzen treten besonders oft Schlafstörungen auf

Gute Nacht, Kopfschmerzen!

Schlaf und Kopfschmerz sind eng miteinander verbunden. Wie eine aktuelle Untersuchung zeigt, treten bei Patienten mit Spannungskopfschmerzen besonders oft Schlafstörungen auf: nämlich bei 75 Prozent gegenüber 50 Prozent bei Migräne und 37 Prozent in der Kontrollgruppe ohne Kopfschmerzen. [1] Und leidet der Schlaf, sind oft wiederum die Kopfschmerzen stärker. [2] Das eine bedingt also das andere. Fragt man Personen mit Spannungskopfschmerzen danach, worauf sie ihre Beschwerden zurückführen, so wird schlechter, zu kurzer oder zu langer Schlaf als häufigster Trigger genannt. Vor allem chronischer Spannungskopfschmerz ist eng mit der Schlafqualität verbunden. [2]

Schlechter Schlaf – mehr Kopfschmerz

Weitere News & Storys von Sanofi in Deutschland Wird der natürliche Schlaf-Wach-Rhythmus beispielsweise durch Schichtarbeit, Flugreisen oder zu frühen Schulbeginn immer wieder gestört, können Kopfschmerzen aber auch Migräne die Folge sein. Der Zusammenhang zwischen verändertem Schlaf und Migräne ist lange bekannt. Zu viel Schlaf kann ebenso mit häufigeren Migräneattacken einhergehen wie zu wenig Schlaf. [3] Das größte Risiko birgt aber eine Veränderung des Schlafrhythmus.

Eine Frage des Rhythmus

Es gibt Hinweise darauf, dass schlechter Schlaf eine Attacke auslösen kann und insgesamt die Anfallshäufigkeit erhöht. [4] Wer akut unter Migräne leidet, versucht jedoch oft, mit frühem Zu-Bett-Gehen oder viel Schlaf gegenzusteuern. Bergen diese Migränebewältigungsstrategien möglicherweise die Gefahr, ihrerseits eine Schlafstörung zu provozieren oder aufrechtzuerhalten? Tatsächlich sind frühes Zu-Bett-Gehen und langes Schlafen nicht grundsätzlich schlecht oder fördern Migräne. Problematisch ist vor allem eine Änderung des Schlafrhythmus – so die Beobachtung von Ärzten und Betroffenen. Ein typisches Beispiel: die „Wochenend-Migräne“. Sie zeigt sich vor allem bei Personen, die unter der Woche nur kurz und spät schlafen, weil sie arbeiten müssen, und sich am Wochenende dann eine Extraportion Schlaf gönnen. Eine starke Veränderung des Stresslevels – von Montag bis Freitag hoch, dann ein rapider Abfall – macht es der Migräne zusätzlich leicht.

Schlafhygiene im Sinne möglichst regelmäßiger Schlafenszeiten ist deshalb ein wichtiger Baustein in der Migräneprävention. [5,6]

Lerche oder Eule?

Ob wir als Lerche oder Eule unsere Tage und Nächte gestalten, spielt für die Kopfschmerzausprägung ebenfalls eine Rolle. Bei knapp der Hälfte der Migränepatienten treten die Beschwerden immer wieder zu einer ähnlichen Uhrzeit auf. Die meisten mit „regelmäßigen“ Migränezeiten gehören zum sogenannten Lerchen-Typ. [7] Er steht gerne früh auf und geht auch früher ins Bett. Eulen, die bevorzugt lange schlafen und dafür nachts munter sind, kommen in der Gruppe mit „regelmäßigen“ Migränezeiten seltener vor. Wenn doch, ist die Kopfschmerzfrequenz besonders hoch. [7] Außerdem fällt auf, dass sich ihre Migräneanfälle bevorzugt zu einer späteren Tageszeit zeigen. Da die persönliche biologische Uhr, auch Chronotyp genannt, angeboren ist, lässt sich das Verhalten allerdings nicht so leicht umstellen. Wo können Betroffene trotzdem ansetzen? Der Versuch, den Chronotyp zu verändern, würde im Zweifel die Problematik nur verstärken. Vielleicht haben die Betroffenen auch deshalb mehr Migräne, weil sie eben nicht im Rhythmus ihres Chronotyps leben können und ihnen der äußerlich aufgezwungene Rhythmus Schwierigkeiten verursacht. Das Wichtigste ist deshalb, einen Schlaf- und Lebensrhythmus zu finden, den man regelmäßig beibehalten kann.

Nächtliche Ruhestörung

Und dann gibt es auch noch eine seltenere Art von Kopfschmerz, den Schlafgebundenen Kopfschmerz (Hypnic Headache), der nur nachts auftritt. Seine Kennzeichen: häufig wiederkehrende Kopfschmerzattacken, die ausschließlich im Schlaf beginnen, den Patienten aufwecken und bis zu vier Stunden lang anhalten. Was den Schlafgebundenen Kopfschmerz von anderen Schmerzen unterscheidet, ist die Tatsache, dass er auf übliche Schmerzmittel nicht anspricht, auf Coffein oder Kombinationspräparate mit Coffein jedoch schon.[8] Und: Diese Therapie verursacht weit weniger Schlafstörungen als man vermuten würde. Im Fall des Schlafgebundenen Kopfschmerzes wird sogar eine abendliche Coffein-Einnahme als prophylaktische Maßnahme empfohlen. [8] In vielen Fällen bietet sie die beste Option, um schmerzfrei wieder schlafen zu können.

Schmerzfrei besser schlafen

Bei Spannungskopfschmerzen und Migräne ist es mit der Behandlung einfacher. Sie sprechen auf klassische Analgetika wie Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Ibuprofen gut an. Ein Zusatz von Coffein wie z. B. in Thomapyrin® bietet aber auch hier Vorteile. Denn Coffein verstärkt [ 9,10,11] und beschleunigt [9,10,11] die Wirkung von Schmerzmitteln.

Doch gerade, wenn es um gestörten Schlaf geht, stellt sich die Frage, ob hier ein coffeinhaltiges Schmerzmittel eine gute Wahl ist? Schließlich besitzt Coffein anregende Eigenschaften. Eine Untersuchung kann dazu Entwarnung geben. Wie sie gezeigt hat, war bei 98 Prozent der Verwender einer Ibuprofen-Coffein-Kombination die Schlafqualität nicht beeinträchtigt. [9] Das Einschlafen mit Kopfschmerz ist viel schwieriger als das Einschlafen nach einer Schmerztablette, die Coffein enthält. Was sich auch damit erklären lässt, dass Coffein in Arzneimitteln nicht mit der Tasse Kaffee zum Frühstück gleichgesetzt werden kann. Letztere enthält keine näher definierte Coffeinmenge, dafür aber eine Vielzahl weiterer Inhaltsstoffe, die ebenfalls Einfluss auf die Effekte und Bekömmlichkeit von Kaffee nehmen können.

Gestörte Nachtruhe durch Kopfschmerzen

Gestörte Nachtruhe – mit Folgen

Rund 80 Prozent der Deutschen schlafen schlecht.[12] Kopfschmerzen können ein Auslöser sein. – Das kann sich negativ auf die Gesundheit auswirken:
Denn wenig Schlaf kann
… die Hirnkapazität mindern [13]
… zu Konzentrationsschwäche führen
… dick machen [14,15]
… den Blutzucker beeinflussen [16]
… das Immunsystem schwächen [17]
… Lust und Fruchtbarkeit stören [18,19]
… den Blutdruck hochtreiben [20]
… der Haut schaden [21]

Selbstmedikation

Selbstmedikation

Gesundheit ist ein zentrales Grundbedürfnis einer selbstbestimmten, aktiven Lebensgestaltung. Die Selbstmedikation ist ein wichtiges Instrument, um diesem Bedürfnis gerecht zu werden.

Thomapyrin® CLASSIC Schmerztabletten.
Thomapyrin® INTENSIV.
Wirkstoffe: CLASSIC Schmerztabletten: Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Coffein. Für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren bei akuten leichten bis mäßig starken Schmerzen. INTENSIV: Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Coffein. Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Coffein. Für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren zur Behandlung von akuten Kopfschmerzen (z. B. Spannungskopfschmerzen) und Migräneanfällen (mit und ohne Aura). Hinweis: Enthält Lactose. Packungsbeilage beachten. Apothekenpflichtig. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, 65926 Frankfurt am Main. Stand: März 2019 (SADE. THOM2.19.06.1576)
Thomapyrin® TENSION DUO 400 mg/100 mg Filmtabletten. Wirkstoffe: Ibuprofen und Coffein. Für Erwachsene zur kurzzeitigen Behandlung von akut auftretenden mäßig starken Schmerzen. Packungsbeilage beachten. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, 65926 Frankfurt am Main. Stand: April 2019 (SADE.THOM2.18.12.3607(1))

Quellen
[1] Andrijauskis D et al. Primary Headaches and Sleep Disturbances: A Cause or a Consequence? J Oral Facial Pain Headache 2020; 34: 61–66.
[2] Cho SJ et al. Sleep and Tension-Type Headache. Curr Neurol Neurosci Rep 2019; 19: 44
[3] Fukui PT et al. Trigger factors in migraine patients. Arq Neuropsiquiatr 2008; 66: 494–499
[4] Ferini-Strambi L et al. Sleep disorder-related headaches. Neurol Sci 2019; 40: 107–113
[5] Bruni O et al. Sleep hygiene and migraine in children and adolescents. Cephalalgia 1999; 19 Suppl 25: 57–59
[6] Damen L et al. Prophylactic treatment of migraine in children. Part 1. A systematic review of nonpharmacological trials. Cephalalgia 2006; 26: 373–383
[7] Im HJ et al. Time preference of headache attack and chronotype in migraine and tension-type headache. Chronobiol Int 2019; 36:1528–1536
[8] Diener et al. Hypnic headache: clinical course and treatment. Curr Treat Options Neurol 2012; 14: 15–26
[9] Weiser T et al. Efficacy and safety of a fixed-dose combination of ibuprofen and caffeine in the management of moderate to severe dental pain after third molar extraction. Eur J Pain 2018; 22: 28–38, z.T. unveröffentlichte Daten, erhältlich bei medinfo.de@sanofi.com
[10] Derry CJ et al. Caffeine as an analgesic adjuvant for acute pain in adults. Cochrane Database Syst Rev 2012; 3: CD009281
[11] Diener HC et al. The fixed combination of acetylsalicylic acid, paracetamol and caffeine is more effective than single substances and dual combination for the treatment of headache: a multicentre, randomized, double-blind, single-dose, placebo-controlled parallel group study. Cephalalgia 2005; 25: 776–787
[12] DAK Gesundheitsreport 2017: https://www.dak.de/dak/bundesthemen/muedes-deutschland-schlafstoerungen-steigen-deutlich-an-2108960.html
[13] Krause AJ et al. The Sleep-Deprived Human Brain. Nat Rev Neurosci 2017; 18: 404–418
[14] Cedernaes J et al. Acute sleep loss results in tissue-specific alterations in genome-wide DNA methylation state and metabolic fuel utilization in humans. Science Advances 2018; 4: eaar8590
[15] Rhim JS et al. Sleep Deprivation Selectively Upregulates an Amygdala–Hypothalamic Circuit Involved in Food Reward. J Neurosci 2019; 39: 888-899
[16] Schmid SM et al. Schlechter Schlaf als Risikofaktor für das metabolische Syndrom. Internist 2011; 52: 383–388
[17] Prater AA et al. Behaviorally assessed sleep and susceptibility to the common cold. Sleep, Volume 38; 2015: 1353–1359
[18] Wise LA et al. Sleep and male fecundity in a north American preconception cohort study. Fertility and Sterility 2016; 106: e79
[19] Kalmbach DA et al. The impact of sleep on female sexual response and behavior: A pilot study. J Sex Med 2015; 12: 1221–1232
[20] Javaheri S et al. Insomnia and risk of cardiovascular disease. Chest 2017; 152: 435–444
[21] Walia HK et al. Overview of common sleep disorders and intersection with dermatologic conditions. Int J Mol Sci 2016; 17: 654