8,4 Millionen Atemzüge und Möglichkeiten – Leben mit Asthma

8,4 Millionen Atemzüge und Möglichkeiten – Leben mit Asthma

Die Auswirkungen von Asthma werden oft unterschätzt

Weitere News & Storys von Sanofi in Deutschland Können Sie abschätzen, wie oft ein Mensch pro Jahr ein- und wieder ausatmet? Im Durschnitt 8,4 Millionen Mal. Für Viele eine Selbstverständlichkeit. Nicht so für Menschen mit schwerem, unkontrolliertem Asthma. Für sie bedeutet es viele Momente der Sorge. Bei jedem Atemzug kann es zur Atemnot kommen.

Asthma ist weit verbreitet. Es ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen. In Deutschland sind rund vier Millionen Menschen betroffen. (1) Davon leiden 5 bis 10 Prozent an schwerem Asthma. (2) Die chronische Atemwegsentzündung führt zu überempfindlichen und verengten Atemwegen. Kurzatmigkeit, ein Engegefühl in der Brust und/oder ein Pfeifen beim Ausatmen sind die Folge. Durch eine fehlgeleitete Abwehr im Immunsystem kommt es zu Entzündungen in der Lunge und die Atemwege schwellen an. Zudem produzieren die Bronchien große Mengen an Schleim.

Vor allem Betroffene mit schwerem Asthma berichten von einer großen Krankheitslast

  • 97 % sind in ihren täglichen Aufgaben eingeschränkt (3)
  • 55 % haben mehr als einmal täglich Symptome (3)
  • 83 % berichten über Auswirkungen auf ihre sozialen Beziehung (3)
  • 24 % waren im vergangenen Jahr aufgrund ihres Asthmas in der Notaufnahme (4)
  • Bis zu 50 % berichten von Symptomen einer Depression (5)

Der richtige Umgang mit Asthma

In der Regel stecken hinter einem Asthmaanfall bestimmte Auslöser, welche die Atemwege reizen.  Dazu zählen Infektionen, allergische Auslöser wie Pollen, Tierhaare oder Nahrungsmittel. Ursächlich ist in vielen Fällen eine sogenannte Typ-2-Entzündung, eine Überreaktion des Immunsystems.

Damit die Symptome – besonders bei schwerem, nicht gut kontrolliertem Asthma – nicht überhandnehmen, ist es wichtig darauf zu achten, Auslöser zu vermeiden. Beispielsweise kann das Wissen darüber, welche Pollen gerade fliegen, Betroffenen helfen. Da Bewegung trotz schwerem Asthma wichtig ist, kann es Menschen mit Asthma helfen, an speziell auf diese Erkrankung zugeschnittenem Sportprogramm teilzunehmen. Auch bei der Berufswahl sollte, wenn möglich, die Erkrankung berücksichtigt werden. Besonders wichtig ist es, die Erkrankung regelmäßig von einem Lungenfacharzt kontrollieren zu lassen.

Für eine erste Einschätzung, ob das eigene Asthma gut kontrolliert ist, kann ein Test helfen.

Für eine erste Einschätzung, ob das eigene Asthma gut kontrolliert ist, kann ein Test helfen.

Neue Wege, um die Krankheit zu bewältigen

Neue Forschungserkenntnisse verändern und verbessern das Verständnis chronischer Atemwegserkrankungen stetig. Neue Behandlungsmöglichkeiten bieten Chancen. Ein regelmäßiger Besuch beim Lungenfacharzt kann demnach neue Erkenntnisse bringen.  Außerdem kann ein Asthma-Kontrollplan helfen, die Erkrankung in den Griff zu bekommen: 90 Prozent der Menschen, die mit Asthma leben und einen Asthmaplan verwenden, beschreiben ihn als nützlich. (6)

Ein Asthma-Kontrollplan kann helfen, die Erkrankung in den Griff zu bekommen.

Perspektiven bei Atemwegserkrankungen

Perspektiven bei Atemwegserkrankungen

Als Atemwegserkrankungen werden Erkrankungen bezeichnet, welche die Atemfunktion und die Organe der Atemwege betreffen. Sie können akut oder chronisch auftreten. Mehr über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten erfahren.

Quellen
(1) Akmatov, MK et al. Versorgungsatlas Bericht Nr. 18/08. Berlin 2018.
DOI: 10.20364/VA-18.08. https://www.versorgungsatlas.de/themen/alle-analysen-nach-datum-sortiert/?tab=6&uid=92, Zugriff: 25. September 2020.
(2) GINA. Global strategy for asthma management and prevention, 2019. https://ginasthma.org/wp-content/uploads/2019/04/GINA-Severe-asthma-Pocket-Guide-v2.0-wms-1.pdf, Zugriff: 25. September 2020.
(3) Asthma and Allergie Foundation of America, “My Life with Asthma Report”, 2017. [Online]. Zuletzt aufgerufen am 25. September 2020 unter https://www.aafa.org/my-life-with-asthma-report/.
(4) Price, D et al. NPJ Prim Care Respir Med 2014; 24: 1-10.
(5) Rand, C et al. J Allergy Clin Immunol 2012; 129(301): 136-141.
(6) Fletcher, M & Hiles. D. Prim Care Respir J. 2013. 22(4): 431-438.