Leben mit Multiplem Myelom: Für eine Zukunft voller Hoffnung trotz Blutkrebs

Leben mit Multiplem Myelom: Für eine Zukunft voller Hoffnung trotz Blutkrebs

An einem Multiplen Myelom erkrankt sein und trotzdem ein weitgehend normales Leben führen? Die Geschichte von Andreas zeigt, dass dies kein Widerspruch sein muss. Er blickt positiv in die Zukunft.

Weitere News & Storys von Sanofi in DeutschlandAls Andreas erste Hinweise auf eine Blutkrebserkrankung erhält, ist er 40 Jahre alt – ein Zufallsbefund bei einer Blutuntersuchung. Das Labor hatte in seinem Blut entartete Plasmazellen entdeckt, die eine normale Blutbildung im Knochenmark verhindern. Nach regelmäßigen Kontrolluntersuchungen stellt die Diagnose Multiples Myelom zehn Jahre später nicht nur sein Leben, sondern auch das seiner Frau und beider Töchter auf den Kopf.

Inzwischen lebt der Hannoveraner schon seit über 10 Jahren mit der Krebserkrankung. Weil diese sehr früh und in einem noch nicht fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert wurde, musste Andreas zunächst nicht behandelt werden. „Ich wusste, ich habe Krebs, aber werde nicht therapiert. Damit musste ich erst einmal klarkommen“, erinnert er sich. Andreas schließt sich einer Selbsthilfeinitiative an, um sich mit anderen über seine Situation, Ängste und Hoffnungen auszutauschen.

Innovative Therapien können ein Multiples Myelom in Schach halten

Seit sieben Jahren erhält Andreas nun eine Therapie. Einer ersten Behandlung mit einer Chemotherapie mit anschließender Eigenstammzellentransplantation folgte eine Erhaltungstherapie im Rahmen einer Studie. „Die lange Vorlaufzeit hat mir geholfen, mich mit der Erkrankung auseinanderzusetzen und auf die Behandlungen einzustellen.“ An klinischen Studien teilzunehmen, stimmt Andreas hoffnungsvoll: „Ich bin offen für Studien. Damit ist man als Patient immer ein Stück voraus und auch andere können von den Ergebnissen profitieren.“ Andreas ist glücklich, dass es ihm so gut geht: Die Ärzte können die Erkrankung und Symptome bisher in Schach halten. „Ich hatte Glück, weil ich früh therapiert werden konnte“, sagt Andreas. Typische Symptome eines Multiplen Myeloms wie Knochenbrüche und die damit verbundenen Schmerzen sind ihm bis jetzt erspart geblieben.

Durchlebt Andreas schlechte Zeiten, so kann er sich auf die Unterstützung seiner Familie verlassen. Zusammen mit seiner Frau zieht es ihn häufig ans Meer. „Die Gegend an der Ostsee ist gut für meine Seele“, betont der begeisterte Segler. Die Kraft für das Steuern größerer Boote fehlt ihm heute, doch er liebt es genauso mit kleineren Booten auf dem Maschsee in Hannover zu segeln. „Ich nutze jede Gelegenheit, oft auch nach Feierabend.” In den letzten Jahren hat Andreas eine zweite Leidenschaft für sich entdeckt: die Fotografie. Damit schafft er es, sich von der Krankheit abzukapseln und ihr für eine Zeitlang zu entfliehen: „Dann bin ich einfach woanders.“

Andreas lebt mit der Diagnose „Multiples Myelom“ und hat Hoffnung trotz Blutkrebs.
Andreas lebt mit der Diagnose „Multiples Myelom“ und hat Hoffnung trotz Blutkrebs.

Blutkrebs: Multiples Myelom

Das Multiple Myelom ist eine der häufigsten Krebserkrankung des blutbildenden Systems. Verglichen mit anderen Krebserkrankungen tritt es jedoch selten auf. Jährlich erkranken in Deutschland rund 6.500 Menschen neu an einem Multiplen Myelom. Symptome, die auf die Krankheit hinweisen können, sind u.a. Knochenschmerzen (vor allem im Rücken), häufige Infekte, Appetitlosigkeit, Übelkeit, schäumender Urin und häufiger Harndrang. Patienten mit einem Multiplen Myelom haben ein höheres Risiko für Knochenbrüche, Blutarmut und Nierenschädigungen. Eine Heilung ist derzeit nicht möglich. Behandlungen zielen darauf, den Fortschritt der Erkrankung zu verhindern und die Lebensqualität zu erhöhen. (1)

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO zählt Krebs derzeit noch zu einer der häufigsten Todesursachen weltweit.

Dem Krebs die Stirn bieten

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO zählt Krebs derzeit noch zu einer der häufigsten Todesursachen weltweit. Und mit der immer älter werdenden Bevölkerung nimmt leider auch die Zahl der bösartigen Tumorerkrankungen kontinuierlich zu. Dementgegen stehen allerdings die immer bessere Früherkennung sowie viele innovative Therapien, die zu einer erfolgreichen Bekämpfung der Erkrankung beitragen. So muss die Diagnose Krebs heute nicht zwangsläufig zum Tod führen.

Quelle:
(1) https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/multiples-myelom/@@guideline/html/index.html (Letzter Zugriff 30.11.2020)