Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall … Reizdarm

Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall … Reizdarm

Stell dir einmal Folgendes vor: Du sitzt in einem wichtigen Meeting – es geht um die kommende Jahrespräsentation, deine Kollegen geben alles – doch dein Bauch spielt verrückt, es rumort und brodelt. Das einzige, worauf du dich gerade konzentrieren kannst, ist, die Pobacken möglichst so stark zusammenzukneifen, dass ja kein Lüftchen entwischt.

Weitere News & Storys von Sanofi in Deutschland Oder das hier: Wochenende. Du hast mit deinen Freunden einen tollen Tag geplant. Entspannt brunchen, Besuch der neuen Fotoausstellung im Kunstmuseum, danach vielleicht noch etwas trinken gehen. Aber bevor du das Haus verlassen kannst, musst du dir erst einmal Gedanken machen, wann und wo du an diesem Tag am besten und unauffälligsten auf der Toilette verschwinden kannst, sollte wieder einmal der nächste unvorhergesehene Anfall von Durchfall auftreten. Am Montag hast du dann den gefühlt tausendsten Besuch bei deinem Internisten. Ihr duzt euch mittlerweile, weil ihr euch schon so oft gesehen habt. Oder Moment – war es doch der Gastroenterologe? Für die Odyssee an Arztbesuchen, die bereits hinter dir liegt, hast du dir schon einen separaten Terminkalender anlegen müssen.

Verborgene Volkskrankheit: Daran erkennt man ein Reizdarmsyndrom

Was nach einer unvorstellbaren Belastung klingt, gehört für ungefähr 14 Millionen Menschen in Deutschland zum Alltag. Denn schätzungsweise zwölf Prozent der Bevölkerung sind vom Reizdarmsyndrom (kurz: RDS) betroffen, insbesondere Frauen unter 50 Jahren. [1] Damit ist die Zahl der Reizdarmpatienten etwa doppelt so hoch wie die der Typ-2-Diabetiker. [2]

Magen-Darm-Beschwerden können sich ganz vielfältig ausdrücken und auch unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Jeder hat einen „anderen Reizdarm“: Wo es die einen durch Bauchkrämpfe regelmäßig mit der Wärmflasche auf die Couch zwingt, steht bei anderen eher die panische Suche nach der nächsten Toilette aufgrund einer plötzlichen Durchfallattacke auf dem Programm. Grundsätzlich kann man aber sagen: Treten Symptome wie Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe und Blähungen über eine längere Zeit, genauer über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten, im Zusammenspiel mit Problemen beim Toilettengang, beispielsweise Verstopfung oder Durchfall, auf, könnte ein Reizdarmsyndrom dahinterstecken. Genau das macht die Erkrankung aber so schwer zu fassen und erklärt außerdem die hohe Dunkelziffer in Deutschland. Die Betroffenen können sich häufig nicht erklären, was genau mit ihnen los ist oder was sie dagegen tun können – und oftmals tappen auch die Ärzte vorerst im Dunkeln. Denn wichtig zu wissen ist hierbei auch, dass die Diagnose eines Reizdarmsyndroms in der Regel auf Ausschlusskriterien beruht. Erst, wenn der Arzt andere Gründe für die Beschwerden, wie zum Beispiel eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder weitere Magen-Darmerkrankungen, ausgeschlossen hat, diagnostiziert er ein RDS.

Kopf, Herz, Bauch: der ganzheitliche Ansatz bei Reizdarm

Als Hauptauslöser des RDS werden unter anderem chronischer Stress, eine veränderte Darmflora, unausgewogene Ernährungsweisen sowie genetische Vorbelastungen diskutiert. Dies macht eine zielgerichtete Behandlung sehr schwierig. Betroffene sind nach der Diagnose zumeist verunsichert. Denn die Beschwerden schränken ein, sind oft unberechenbar und so gravierend, dass sie die Lebensqualität maßgeblich beeinflussen können. Da die Ursachen bislang noch nicht ganz geklärt sind, sollte die Behandlung einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen. Dieser kann aus Ratschlägen zu einer individuell passenden Ernährungsweise und einer gesunden Lebensführung sowie einer symptom-orientierten Medikation bestehen. Die Therapie ist in der Regel an den Leitsymptomen und deren Schweregrad ausgerichtet.

Die Kraft der Minze

Bei einem Reizdarmsyndrom kann außerdem Pfefferminzöl helfen, unangenehme Symptome zu lindern. Denn einer der Wirkstoffe der Pfefferminze, genauer das L-Menthol, ist in der Lage, den Calcium-Einstrom in die Muskelzellen zu blockieren. Dies hat einen entkrampfenden Effekt, infolgedessen auch eine verkrampfte Muskulatur entspannt wird. Auch die beim Reizdarm oftmals auftretenden Blähungen können durch Pfefferminzöl (z. B. in Buscomint® bei Reizdarm) gemindert werden.

Digitale Helfer

Da die Beschwerden bei einem Reizdarm teilweise sehr unterschiedlich und diffus sein können, sind Zusammenhänge von Stress, Ernährung oder Lebensstil häufig erst auf den zweiten Blick zu erkennen. Um herauszufinden, wann und warum Beschwerden auftreten, kann es helfen, Symptome, Stimmung und Ernährungsgewohnheiten zu dokumentieren. Im Rahmen des ganzheitlichen Ansatzes zur Behandlung eines Reizdarms bieten Buscomint® und CARA CARE das erste gemeinsam entwickelte Reizdarm-Programm* an. Dies umfasst zum einen die gezielte Linderung von unangenehmen Reizdarmsymptomen, wie Bauchschmerzen, -krämpfe oder Blähungen, durch den zu 100 Prozent natürlichen Wirkstoff Pfefferminzöl in Buscomint® bei Reizdarm. Zum anderen bietet die CARA CARE App verschiedene Funktionen, die dabei helfen, den Bauch besser zu verstehen. Hierzu gehören neben einem Symptomtracker eine ausführliche Anleitung, wie hilfreiche Ernährungs- und Entspannungsmethoden umgesetzt werden können. Mit über 450.000 Nutzern weltweit ist CARA CARE die Trend-App für Bauchgesundheit.

* Die Symptombehandlung durch Buscomint® mit begleitender Nutzung der CARA CARE App, um individuelle Auslöser und Beschwerden besser erkennen zu können.
Cara Care ist ein unabhängiges Angebot der HiDoc Technologies GmbH, die für die unter Cara Care angebotenen Leistungen allein verantwortlich ist.

Der ganzheitliche Ansatz bei Reizdarm

Der ganzheitliche Ansatz bei Reizdarm

Experten berichten, dass eine Kombination verschiedener Maßnahmen am besten helfen kann. [3]
Allgemeinmaßnahmen: ärztliche Betreuung, Ernährungsberatung, Stressabbau und Entspannungsübungen.
Psychotherapie: zum Umgang mit seelischen Belastungen und Ängsten, die durch die Erkrankung entstehen können.
Symptomorientierte, medikamentöse Therapie: Je nach Symptomen und Beschwerden können verschiedene Präparate helfen (zum Beispiel Buscomint® bei Reizdarm bei Bauchschmerzen, -krämpfen und Blähungen).

Wie Stress unseren Darm beeinflusst: Wenn das Bauchhirn zu viel nachdenkt

Mittlerweile ist bekannt, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen dem Reizdarmsyndrom und psychischem Wohlbefinden gibt. Interessant: Es wird vermutet, dass bei Menschen, die unter dem Reizdarmsyndrom leiden, eine besonders hohe Kommunikation zwischen dem engen Nervengeflecht in unserem Bauch und Darm – auch enterisches Nervensystem oder Bauchhirn genannt – und dem Gehirn im Kopf sowie mit dem Immunsystem besteht. Über Nervenfasern, Botenstoffe und Immunzellen stehen damit auch Psyche und Darm im engen Austausch. Das kennen bereits Gesunde – bei Stress, zum Beispiel wenn eine wichtige Prüfung bevorsteht, kann der Bauch oft verrückt spielen und reagiert mit Magenschmerzen oder Durchfall. Bei Reizdarmbetroffenen besteht unter anderem oft eine erhöhte Ausschüttung von Stresshormonen im Darm. Die Nervenzellen im Verdauungstrakt können dann besonders sensibel auf äußere Einflüsse reagieren. Außerdem begünstigen Verdauungsprobleme wiederum eine schlechte Stimmung, was zusätzlich auf die Psyche drücken kann. Helfen kann hier eine ganzheitliche Therapie, beispielsweise eine Kombination aus Entspannungstechniken und Präparaten, die eine relativ schnelle Linderung der stressbegünstigenden Verdauungsprobleme herbeiführen können, wie zum Beispiel Pfefferminzöl bei Bauchkrämpfen und Blähungen. [3,6,7]
Das entspannt den Bauch bei Reizdarm
Das entspannt den Bauch bei Reizdarm
  1. Achtsamkeitsübungen
  2. Meditation
  3. Bauchbezogene Hypnose
  4. Yoga und autogenes Training
  5. Progressive Muskelentspannung
Selbstmedikation

Selbstmedikation

Gesundheit ist ein zentrales Grundbedürfnis einer selbstbestimmten, aktiven Lebensgestaltung. Die Selbstmedikation ist ein wichtiges Instrument, um diesem Bedürfnis gerecht zu werden.

Quellen
[1] Alammar N et al. The impact of peppermint oil on the irritable bowel syndrome: A meta-analysis of the pooled clinical data. BMC Complementary and Alternative Medicine (2019) 19: 21
[2] Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) und diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe. Deutscher Gesundheitsbericht Diabetes 2019. https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Stellungnahmen/Gesundheitspolitik/20181114gesundheitsbericht_2019.pdf
[3] Layer P et al. S3-Leitlinie Reizdarmsyndrom: Definition, Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie. gemeinsame Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs-und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und der Deutschen Gesellschaft für Neurogastroenterologie und Motilität (DGNM). 2009. Hinweis: Die Leitlinienempfehlung wird aktuell überarbeitet. Aktuell wird eine symptomatische Behandlung sowie Ernährungs- und Lebensmodifikation (z.B. FODMAP-Diät oder Stressabbau) empfohlen.
[4] Alam MS et al. efficacy of Peppermint oil in diarrhea predominant IBS – a double blind randomized placebo – controlled study. Mymensingh Medical Journal: MMJ 01 Jan 2013, 22(1): 27–30
[5] Khanna R et al. Peppermint Oil for the Treatment of irritable Bowel syndrome – a systematic Review and meta-analysis. Journal of Clinical gastroenterology: July 2014, Volume 48, Issue 6: 505–512
[6] ÄrzteZeitung. Emotionaler Stress triggert Reizdarm-Syndrome. https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Emotionaler-Stress-triggert-Reizdarm-Symptome-369471.html. Zugriff am 15.11.2019
[7] Andresen V. et al. Reizdarmsyndrom – die wichtigsten Empfehlungen. https://www.aerzteblatt.de/archiv/111708/Reizdarmsyndrom-die-wichtigsten-Empfehlungen. Zugriff am 13.12.2019 

Buscomint® bei Reizdarm. Wirkstoff: Pfefferminzöl. Anwendungsgebiet: Zur symptomatischen Linderung von Bauchschmerzen, leichten Krämpfen im Magen-Darm-Trakt und Flatulenz, besonders bei Patienten mit Reizdarmsyndrom; Anwendung bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren. (Körpergewicht > 40 kg). Hinweis: Kapseln im Ganzen schlucken, d. h. nicht zerkauen oder zerkleinern. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, 65926 Frankfurt am Main. Stand: Oktober 2018 (SADE.BUSC8.19.07.1829)