Rheumatoide Arthritis: Durch gesunde Ernährung Beschwerden lindern und bloß nicht schonen: Bewegung tut den Gelenken gut

Rheumatoide Arthritis: Gute Vorsätze zur gesunden Ernährung und mehr Bewegung im neuen Jahr

Die Schoko-Nikoläuse und Weihnachtsgänse sind gegessen, auch das eine oder andere Glas Wein oder Sekt wurde in den letzten Wochen getrunken. Für Viele beginnt mit dem Jahresanfang wieder die Zeit, in der sie mehr darauf achten, sich gesund zu ernähren und mehr zu bewegen. Für Menschen mit rheumatoider Arthritis (RA) ist das Verfolgen dieser Vorsätze besonders wichtig.

Durch gesunde Ernährung Beschwerden lindern

Weitere News & Storys von Sanofi in DeutschlandNeben der medikamentösen Behandlung sind eine vollwertige Ernährung und Bewegung wichtige Eckpfeiler der RA-Therapie, da sie zum Wohlbefinden beitragen und sich außerdem positiv auf den Verlauf der Erkrankung auswirken können: Durch eine rheumagerechte Ernährung können Entzündungen gelindert, Schmerzen gemindert und die Beweglichkeit der betroffenen Gelenke erhalten werden. Zudem trägt eine vollwertige Ernährung zu einem normalen Körpergewicht bei. Zusätzliche Gelenkbelastungen, etwa durch zu viel Körpergewicht, werden so verhindert und das Risiko von Folgeerkrankungen sinkt. (1)

Öfter mal zugreifen bei Fisch, Meeresfrüchten und Pflanzenölen

Lebensmittel, die Omega-3-Fettsäuren, Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure enthalten, können helfen, die für rheumatoide Arthritis typischen Entzündungen zu bekämpfen.(2,3) Dazu gehören etwa Fisch, Meeresfrüchte und verschiedene Pflanzenöle, beispielsweise enthalten in Nüssen oder Avocado. Mit Vorsicht zu genießen und entzündungsfördernd ist Arachidonsäure, eine mehrfach ungesättigte Fettsäure. Sie ist vor allem in Fleisch, Wurst, Eigelb und Vollfettprodukten aus Milch enthalten – also in rein tierischen Fetten. Bei rheumatoider Arthritis kann ein Überangebot an Arachidonsäure die Bildung von entzündungsfördernden Botenstoffen vorantreiben.(4)

ADAM – Der Ernährungsplan bei Rheuma

ADAM – Der Ernährungsplan bei RheumaDer ADAM-Ernährungsplan (Alle Diätetischen Anti-entzündlichen Maßnahmen) fasst zusammen, was Menschen bei einer rheumagerechten Ernährung beachten sollten. Die Empfehlungen für eine vollwertige Kost lauten:

  • Fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag
  • Drei Fischmahlzeiten pro Woche
  • Reichlich fettarme Milchprodukte, um den Kalziumbedarf zu decken und einer Osteoporose vorzubeugen
  • Wenig Fleisch, am besten verteilt auf zwei Mahlzeiten pro Woche mit maximal je 140g Fleisch
  • Nicht mehr als zwei Eier pro Woche

Bloß nicht schonen: Bewegung tut den Gelenken gut

Nicht nur die Ernährung, sondern auch regelmäßige Bewegung ist wichtig für die Gelenke. Bereits eine moderate körperliche Aktivität versorgt erkrankte Gelenke unter anderem mit zahlreichen Nährstoffen, kann Schmerzen (5) mindern und krankheitsbedingten Fehlstellungen vorbeugen. Schon 20 bis 30 Minuten an drei Tagen der Woche sind hilfreich. Bewegung kann auch ganz einfach in den Alltag integriert werden – etwa, die Treppe statt des Aufzugs zu nehmen, Wege zu Fuß zu gehen oder durch leichte Gartenarbeit.

Diese Sportarten sind bei rheumatoider Arthritis geeignet:

Diese Sportarten sind bei Rheumatoider Arthritis geeignet

Probieren Sie aus, was Ihnen Spaß macht – bei der Ernährung und im Sport

Vollwertige Kost und regelmäßige Bewegung zahlen sich aus. Allerdings sollten Sie sich nicht quälen, nur um möglichst positive Effekte zu erzielen. Besser ist es, auf den eigenen Körper zu hören, nicht allzu streng mit sich zu sein und Spaß am neuen Lebensstil zu entwickeln. Denn nur so werden aus Neujahrsvorsätzen langfristige Gewohnheiten, die einen spürbaren Effekt zeigen können.

Information & Service

Weiterführende Informationen finden Sie in unseren Broschüren „Bewusste Ernährung mit rheumatoider Arthritis“ und „Bewegung bei rheumatoider Arthritis (RA) – gut für Körper und Seele“.

Die allgemeinen Fakten zum Krankheitsbild haben wir in diesem Artikel und auf unserer Website www.therapie-rheuma.de zusammengefasst.

Rheumatoide Arthritis: Wenn sich die Gelenke entzünden

Rheumatoide Arthritis: Wenn sich die Gelenke entzünden

Die Haare kämmen, einen Apfel schneiden oder ein Hemd zuknöpfen: Alltägliche Tätigkeiten wie diese gehen den meisten Menschen leicht von der Hand. Anders bei Menschen mit einer rheumatoiden Arthritis. Diese chronische Erkrankung kann Schmerzen in den Gelenken verursachen, welche Patienten stark wahrnehmen. Zudem führt die Krankheit oft dazu, dass Gelenke anschwellen und im Laufe der Zeit die Beweglichkeit eingeschränkt wird.

Quellen
(1) https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2014/11_14/EU11_2014_M606_M614.pdf  (letzter Abruf am 11.12.2019)
(2) Deutsche Rheuma-Liga. Broschüre „Rheumatische Erkrankungen“, 2018 https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/public/main_domain/Dokumente/Mediencenter/Publikationen/Broschueren/A25_Ernaehrung_bei_Rheuma.pdf (letzter Abruf am 11.12.2019)
(3) https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/fachinformationen/rheumadiaet/ (letzter Abruf am 11.12.2019)
(4) ebd.
(5) https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-51522014/raus-aus-dem-bewegungsmangel/ (letzter Abruf am 11.12.2019)