Nachgefragt: Wie offen gehen Menschen mit Asthma mit ihrer Erkrankung um?

Nachgefragt: Wie offen gehen Menschen mit Asthma mit ihrer Erkrankung um?

Weitere News & Storys von Sanofi in Deutschland Aktuelle Patientenbedürfnisse zu verstehen, ist Sanofi Genzyme ein großes Anliegen. Daher hat das Marktforschungsinstitut InMoment im Auftrag von Sanofi Genzyme 306 Patienten mit unkontrolliertem Asthma zum Umgang mit ihrer Erkrankung befragt.* Das Ergebnis lässt uns aufhorchen: Fast die Hälfte hat in der Vergangenheit ihre Erkrankung schon einmal verheimlicht.

Gründe, die Asthma-Erkrankung nicht zu erwähnen

53 %
wollten ihr Asthma nicht in den Fokus rücken
46 %
befürchten, anders wahrgenommen zu werden
39 %
möchten sich nicht erklären müssen

Warum ist das so? Einerseits möchten die Teilnehmer der Umfrage ihr Asthma nicht in den Fokus rücken, andererseits befürchten sie, anders wahrgenommen zu werden. Doch dieses Zögern kann Folgen haben: Bei 42 Prozent der Befragten** hatte das auch körperliche Auswirkungen, zum Beispiel kam es zu akuter Atemnot, weil sie sich überanstrengt oder unwohl gefühlt haben, ihre Medikamente in der Öffentlichkeit einzunehmen. 30 Prozent berichteten über einen Rückzug vom sozialen Leben.

Asthma: Einschränkungen der Alltagsaktivitäten

Einschränkungen der Alltagsaktivitäten

Unkontrolliertes Asthma kann den Alltag für Betroffene in der Tat maßgeblich beeinflussen. Alltägliche Dinge wie Treppensteigen, Durchschlafen oder der Einkauf können zur Herausforderung werden. Dennoch möchten 53 Prozent der Befragten im Umgang mit Freunden und Kollegen ihre Erkrankung nicht in den Mittelpunkt rücken. Auch innerhalb der Familie kann die seelische Belastung groß sein: „Ich dachte oft, ich mache für meine Frau und meinen Sohn alles kaputt. Ich konnte zeitweise nichts machen und Urlaub war nicht möglich“, sagt Wolfgang, seit seinem 52. Lebensjahr an Asthma erkrankt. So wie ihm geht es vielen Menschen mit unkontrolliertem Asthma, die sich an ihren Asthma-Status gewöhnt haben. Sie sehen keine Möglichkeit mehr, diesen zu ändern. Doch soweit muss es nicht kommen.

Asthma-Symptome wahrnehmen, Lungenfacharzt aufsuchen

In einem ersten Schritt können Betroffene kritisch hinterfragen, ob ihr Asthma möglicherweise nicht gut kontrolliert ist. Wer zum Beispiel mehr als zwei Mal pro Woche sein Notfallmedikament nimmt, sollte hellhörig werden.  Um mehr Klarheit zu bekommen, lässt sich schnell und unkompliziert ein Test zur Einschätzung der Asthma-Kontrolle machen.

Die Ergebnisse weisen tatsächlich auf unkontrollierte Symptome hin? Dann empfiehlt sich ein zeitnaher Termin bei einem Lungenfacharzt (Pneumologen). Wichtig ist eine gute Vorbereitung auf den Termin, indem auftretende Symptome und Häufigkeit der Beeinträchtigungen notiert werden. Hilfreich ist auch, sich im Vorfeld über aktuelle Behandlungsmöglichkeiten, von inhalativer Therapie bis hin zu gezielt wirkenden Biologika, zu informieren. So lässt sich im Gespräch mit dem Lungenfacharzt eine aktivere Rolle einnehmen – und bestimmt auch ein Ansatz finden, die individuell bestmögliche Therapie zu finden.

Asthma unter Kontrolle?

Wenn zu viele Dinge im Alltag nur mit Einschränkungen möglich sind, ist das Asthma vielleicht nicht gut kontrolliert. Erste Hinweise kann ein Test zur Einschätzung der Asthma-Kontrolle geben.

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Referenzen
* Umfrage unter 306 Menschen (51 % Männer, 49 % Frauen) mit unkontrolliertem Asthma, wie schwerwiegend der Einfluss der Erkrankung auf den Alltag ist. 67 % der Teilnehmer waren über 40 Jahre alt. Die Mehrzahl der Befragten erhielt inhalative Kortikosteroide und mindestens eine weitere Erhaltungstherapie zur Behandlung des Asthmas; rund ein Drittel wurde mit einem Biologikum behandelt. Auftraggeber der Befragung ist Sanofi Genzyme.
** Die Frage wurde von 144 Teilnehmern beantwortet.
(1) Nationale VersorgungsLeitlinie Asthma – Langfassung, 4. Auflage. Version 1. 2020 [cited: 2020-10-12]. DOI: 10.6101/AZQ/000469. www.asthma.versorgungsleitlinien.de.