- Die Grippe-Impfquoten in Deutschland sind sehr niedrig und die Ständige Impfkommission (STIKO) rät eindringlich zur Impfung bestimmter Zielgruppen.1,2
- Die STIKO empfiehlt Menschen ab 6 Monaten mit impfrelevanter Grunderkrankung, allen Menschen ab 60 Jahren, Schwangeren ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel sowie weiteren Personengruppen die jährliche Grippeimpfung mit der aktuellen von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Antigenkombination.3
- Optimaler Impfzeitraum: rechtzeitig vor der Saison bis Mitte Dezember, aber auch bis ins Frühjahr hinein ist die Grippeimpfung noch wichtig und sinnvoll.4
Frankfurt am Main, 02.11.2026. Mit dem Herbstbeginn steht die Erkältungs- und Grippesaison wieder vor der Tür. Erkältungen werden oftmals als "grippale Infekte" bezeichnet, sie haben mit der echten Grippe (Influenza) jedoch nichts zu tun.4 Die echte Grippe wird durch Influenzaviren ausgelöst. Und gegen die kann man sich schützen.4 Die jährliche Impfung gegen die saisonale Grippe ist dabei die wichtigste Maßnahme zur Prävention einer Grippeerkrankung.5 Die Grippeimpfung sollte jedes Jahr, vorzugsweise ab Oktober bis Mitte Dezember, wahrgenommen werden.4 Nach der Impfung dauert es etwa 10 bis 14 Tage, bis der Körper einen ausreichenden Schutz vor einer Ansteckung aufgebaut hat.4 Am besten ist es daher, sich möglichst vor Beginn der Grippewelle impfen zu lassen. Diese hat in Deutschland in den vergangenen Jahren meist nach der Jahreswende begonnen.6 Auch eine spätere Grippeimpfung bis zu Beginn des neuen Jahres kann noch sinnvoll sein.6
Die Ständige Impfkommission (STIKO) rät allen Menschen ab 60 Jahren, mit oder ohne Grunderkrankungen, zur jährlichen Grippeimpfung im Herbst.3 Aktuell wird auch eindringlich zur Grippeimpfung von Kindern und Jugendlichen mit relevanter Grunderkrankung geraten. Dazu gehören chronische Erkrankungen der Atmungsorgane (z.B. Asthma bronchiale und COPD), des Herz-Kreislaufsystems, Leber- und Nierenerkrankungen, Diabetes mellitus, Adipositas, chronische neurologische Erkrankungen oder Immundefizienz.1,3 Aber auch Menschen aller anderen Altersgruppen sind zur Impfung aufgerufen, wenn sie impfrelevante Grunderkrankungen haben.3 Gegen Grippe impfen lassen sollen sich laut STIKO ebenfalls Bewohnende von Alters- oder Pflegeheimen, Personen mit erhöhter Gefährdung (wie z.B. medizinisches Personal oder Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr) sowie alle Schwangeren ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel.3
Grippe-Impfquote für viele Zielgruppen sehr niedrig
Die Grippe-Impfquote liegt bei vielen Personengruppen in Deutschland weiterhin sehr niedrig. So erhielten in der Saison 2024/2025 lediglich 10 % der Kinder und Jugendlichen mit impfrelevanter Grunderkrankung eine Grippeimpfung, unter Erwachsenen mit Vorerkrankung waren es 12 %.1 Im selben Zeitraum ließen sich 34 % der Personen ab 60 Jahren gegen Grippe impfen.2 Das Impfziel der WHO und EU von 75 % für Menschen ab 60 Jahren wurde somit klar verfehlt.1,7 Insgesamt blieben relevante Anteile aller Zielgruppen ohne aktuellen Schutz vor einer Grippeinfektion.
Die echte Grippe ist eine ernstzunehmende Erkrankung. Es besteht besonders für ältere Erwachsene der Bedarf für einen Schutz vor den potenziell schweren Folgen einer Grippeinfektion. Diese kann viele Organsysteme betreffen und ältere Erwachsene können schwere Komplikationen, z.B. Pneumonie, Herzinfarkte und Schlaganfall, erleiden.8–10
Einfacher Zugang zur Grippeimpfung
Öffentliche Apotheken sind inzwischen ein etablierter zusätzlicher Ort für Impfungen: Für die Grippesaison 2025/2026 prognostiziert die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) 218.000 Grippeimpfungen und weit über 100.000 COVID-19-Impfungen in Apotheken.11
Dabei stieg die Zahl der Apotheken mit Impfangebot 2025 auf 1.682.12 Dass die Apotheke als Impfort auf Akzeptanz stößt, zeigt eine von der ABDA in Auftrag gegebene repräsentative forsa-Befragung vom März 2025 mit 3.441 Erwachsenen: 46 % konnten sich vorstellen, sich künftig in einer Apotheke impfen zu lassen; bei den unter 30-Jährigen waren es 59 %.13 Zukünftig können Apotheken mit geschulten Apotheker*innen das Impfangebot auf alle Totimpfstoffe erweitern.14 Die Möglichkeit der Grippeimpfung in Apotheken kann den Zugang zum Impfschutz erleichtern und als zusätzliche Option zur ärztlichen Impfung dazu beitragen, Impfbarrieren abzubauen.
Zu den individuellen Impfmöglichkeiten können Interessierte sich in Apotheken, Hausarzt- oder bestimmten Facharztpraxen beraten lassen.
Über Sanofi
Sanofi ist ein forschendes Biopharma-Unternehmen, das KI anwendet und sich dafür einsetzt, das Leben der Menschen zu verbessern und verantwortungsvoll zu wachsen. Wir wenden unser tiefgreifendes Verständnis des Immunsystems an, um weltweit Millionen von Menschen lebensrettende Impfstoffe und Behandlungsoptionen anzubieten. Von unserer innovativen Pipeline könnten Millionen weitere Menschen profitieren. Unsere Mitarbeitenden eint eine Bestimmung: Wir erforschen die Wunder der Wissenschaft, um das Leben der Menschen zu verbessern. Das inspiriert uns, Fortschritte und einen Mehrwert für unsere Mitarbeitenden sowie die Gesellschaft zu erzielen, indem wir die dringendsten Herausforderungen unserer Zeit im Gesundheitswesen, der Umwelt und Gesellschaft adressieren.
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Kontakt
Maike Kurowski | presse@sanofi.com
Referenzen
- Robert Koch-Institut (RKI). Influenza-Impfung für Kinder und Jugendliche mit Grunderkrankungen. 2026; Epid Bull 38:4–11.
- Robert Koch-Institut (RKI). Impfquoten in Deutschland. 2025; Epid Bull 50:3–19.
- Robert Koch-Institut (RKI). Empfehlungen der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch-Institut 2026. 2026; Epid Bull 4:1–79.
- Robert Koch-Institut (RKI). Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Schutzimpfung gegen Influenza. Stand 10.09.2026. Verfügbar unter: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQs/DE/Impfen/Influenza/FAQ-Liste_gesamt.html. Zuletzt abgerufen am 01.10.2026.
- Robert Koch-Institut (RKI). Faktenblätter - Influenza-Impfung. Stand September 2026. Verfügbar unter: https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Impfen/Informationsmaterialien/Faktenblaetter-zum-Impfen/Influenza.pdf. Zuletzt abgerufen am 01.10.2026.
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Infektionsschutz.de. Fragen und Antworten zur Grippeimpfung. Gesamtstand 22.01.2026. Verfügbar unter: https://www.infektionsschutz.de/impfen/fuer-erwachsene/grippe-impfung-bei-erwachsenen/fragen-und-antworten-zur-grippeimpfung/.Zuletzt aufgerufen am 01.10.2026.
- World Health Assembly. WHA56.19. Prevention and control of influenza pandemics and annual epidemics. Verfügbar unter: https://apps.who.int/gb/archive/pdf_files/WHA56/ea56r19.pdf.
- Warren-Gash C et al. 2018; European Respiratory Journal 51:1701794.
- Kubale J et al. 2021; Clinical Infectious Diseases 73:e4288–e4295.
- Robert Koch-Institut (RKI). STIKO: Aktualisierung der Influenza-Impfempfehlung für Personen im Alter von ≥60 Jahren. 2021; Epid Bull 1:3–25.
- Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V. (ABDA). Die Apotheke - Zahlen, Daten, Fakten 2026. Verfügbar unter: https://www.abda.de/fileadmin/user_upload/assets/ZDF/ZDF-2026/ABDA_Statistisches_Jahrbuch_ZDF__2026.pdf. Zuletzt aufgerufen am 01.10.2026.
- Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA). Online-Pressekonferenz „Apotheken-Proteste im Frühjahr 2026“ vom 29.01.2026. Folien verfügbar unter: https://www.abda.de/aktuelles-und-presse/pressemitteilungen/detail/online-pressekonferenz-apotheken-proteste-im-fruehjahr-2026/. Zuletzt aufgerufen am 01.10.2026.
- Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA). Apotheken starten Impf-Aktionen in acht Bundesländern. Pressemitteilung vom 06.10.2025. Verfügbar unter: https://www.abda.de/aktuelles-und-presse/newsroom/detail/apotheken-starten-impf-aktionen-in-acht-bundeslaendern/. Zuletzt aufgerufen am 01.10.2026.
- Bundesministerium für Gesundheit. Gesetz zur Weiterentwicklung der Apothekenversorgung (Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz — ApoVWG). Inkraftgetreten am 02.07.2026. Verfügbar unter: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/gesetze-und-verordnungen/detail/apovwg. Zuletzt aufgerufen am 01.10.2026.
MAT-DE-2604501-1.0-10/2026