Diabetes mellitus ist eine Erkrankung, bei der der Blutzuckerspiegel erhöht ist. Mediziner unterscheiden verschiedene Diabetes-Typen: Typ-1-Diabetes ist eine progressive Autoimmunerkrankung, bei der die Insulin-bildenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört werden. Beim Typ-2-Diabetes reagieren die Zellen nicht empfindlich genug auf das Hormon Insulin und können nur noch wenig Glukose aufnehmen und verbrennen. Zudem setzt die Bauchspeicheldrüse nicht genügend Insulin frei. Im Verlauf der Erkrankung lässt die Insulinbildung nach.

Bei weiteren Unterformen des Diabetes mellitus sind unterschiedliche Ursachen zur Krankheitsentwicklung ausschlaggebend. Die Ursachen der Krankheit sind bis heute nicht vollständig geklärt. So wirft die Diagnose Diabetes mellitus oft viele Fragen für Betroffene auf, etwa danach, was sich in ihrem Leben ändern wird und wie sich die Erkrankung insgesamt auf ihren Körper auswirkt.

Mediziner vermuten bei Typ-1-Diabetes, der oft schon im Kindes- und Jugendalter auftritt, ein Zusammenwirken von Erbfaktoren, Virusinfekt und Autoimmunerkrankung. Bei Typ-2-Diabetes liegt eine angeborene oder erworbene Insulinresistenz der Zellen vor. Sie ist mit einer verminderten Insulinfreisetzung gekoppelt. Durch Überernährung wird die Insulinresistenz zusätzlich verstärkt. So muss die Bauchspeicheldrüse zunächst mehr Insulin herstellen, was auf Dauer zu einer Überforderung der insulinbildenden Zellen führt.

MAT-DE-2302995-1.0-07/2023, Header-Foto: istockphoto / oneinchpunch