Sanofi ist entstanden aus der Fusion und Integration verschiedener pharmazeutischer Gesellschaften. Unsere Geschichte reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück.

Mit besonderem Stolz blicken wir zurück auf die Geschichte des Standorts Höchst, die vor mehr als 150 Jahren begann. Viele Produkte, die das Unternehmen prägten, wurden hier entwickelt. Heute ist Sanofi eines der weltweit führenden Gesundheitsunternehmen, ein „Global Player“ mit starken europäischen Wurzeln.

Historie von Sanofi
Firmengeschichte

Die einzelnen Unternehmen erzählen von Innovationen, von der Industrialisierung und von dem leidenschaftlichen Engagement für Forschung und Entwicklung neuartiger Medikamente. Ihre Namen stehen auch für die Geschichte der pharmazeutischen Industrie, für ihre Entwicklung über die Integrationen und Fusionen hin zur Moderne. Mit dem beispielhaften Ergebnis: Sanofi.

Unternehmenshistorie Produkthistorie
1863
Carl Meister, Eugen Lucius und Ludwig Müller gründen in Höchst am Main eine Fabrik zur Herstellung von Teerfarbstoffen: die Farbwerke Hoechst. Der Chemiker Adolf Brüning, vom Jahr 1865 an Teilhaber, sowie fünf Arbeiter und ein Kontorist bilden die erste Belegschaft. Das erste Produkt ist Fuchsin, ein rotvioletter Farbstoff, der dem Unternehmen den Namen „Rotfabrik“ einträgt. Auf der Basis von Steinkohleprodukten entsteht eine breite Palette von Farbstoffen, die bald in aller Welt vertrieben werden.
1869
Hoechst gelingt erstmals die Synthese des Naturfarbstoffs Alizarin
1880
Das Unternehmen, das zu diesem Zeitpunkt 1.200 Mitarbeiter hat, wird in die Aktiengesellschaft „Farbwerke vorm. Meister Lucius & Brüning“ umgewandelt. Damit erhält es eine moderne Rechtsform. Das Gründungskapital beträgt 8,5 Millionen Mark. Im Jahr 1888 folgt der Gang an die Börse.
1883
Mit Antipyrin® beginnt die Herstellung von Arzneimitteln in Hoechst. Es ist jahrzehntelang eines der wichtigsten fiebersenkenden und schmerzstillenden Präparate.
1897 
Hoechst bringt das noch wirksamere Fiebermittel Pyramidon® auf den Markt.
1892
Basierend auf den Arbeiten von Robert Koch beginnt Hoechst mit der Herstellung des Tuberkulose-Diagnostikums Tuberculocidin®.
1894
Das erste Heilserum gegen Diphtherie wird hergestellt. Es ist das Ergebnis der Zusammenarbeit mit Emil von Behring.
1901
Emil von Behring erhält für seine Verdienste um die Serumtherapie den ersten Nobelpreis für Medizin. Auch Robert Koch und Paul Ehrlich, die eng mit Hoechst zusammenarbeiten, werden bald darauf mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Hoechst gilt in der Folgezeit als „Apotheke der Welt“.
1904
Mit der ersten Synthese eines Hormons – Adrenalin – schreiben Hoechst-Forscher Medizingeschichte.
1905
In Höchst bringt das Unternehmen das erste synthetische Betäubungsmittel, Novocain®, auf den Markt. In Kombination mit dem Hormon Suprarenin® wird es zum Standardanästhetikum in OPs und bei Zahnärzten.
1907
Hoechst steigt in die Agrochemie ein.
1910
Nobelpreisträger Paul Ehrlich entwickelt das erste wirksame Heilmittel gegen die Syphilis: Salvarsan® kommt als weltweit erstes Chemotherapeutikum auf den Markt.
1922
Das schmerzstillende und krampflösende Novalgin® wird bis in die 1970er Jahre zum Standard in der Schmerzbehandlung.
1923
Hoechst erhält die erste Lizenz zur Herstellung von Insulin in Deutschland. Die Farbwerke sind damit das erste europäische Unternehmen, das Insulin industriell herstellt.
1925–1945
Die Farbwerke in Höchst gehören mit anderen deutschen Großunternehmen der Chemie zur I.G. Farbenindustrie AG.
1939
Das erste vollsynthetische Schmerzmittel Dolantin® kommt auf den Markt
1949
Das in Höchst entwickelte Methadon Polamidon® kommt in den Handel.
1950
Hoechst nimmt die Penicillin-Produktion in großem Maßstab auf.
1951
Nach der Entflechtung der I.G. Farbenindustrie AG werden die „Farbwerke Hoechst AG vorm. Meister Lucius & Brüning“ neu gegründet. In den folgenden Jahren stellt das Unternehmen die Rohstoffbasis von Kohle auf Erdöl um und es beginnt die Großproduktion von Synthesefasern, Kunststoffen und Folien. Die traditionellen Geschäftsbereiche Farben, Pharma und Pflanzenschutz werden weiter ausgebaut.
1956
Die Herstellung des blutzuckersenkenden Sulfonylharnstoffs Rastinon beginnt. Er hilft Millionen von Diabetikern.
1958
Mit Reverin® kommt das erste intravenös anwendbare Tetracyclin-Breitbandantibiotikum auf den Markt.
1964
Hoechst erzielt einen Welterfolg mit dem Diuretikum Lasix® zur Behandlung von Herzinsuffizienz.
1968
Die Zusammenarbeit von Hoechst mit Roussel-Uclaf S.A., Paris beginnt.
1972
Das durchblutungsfördernde Trental® wird für viele Jahre eines der umsatzstärksten Arzneimittel des Konzerns.
1974
Die Farbwerke Hoechst AG erwirbt die Mehrheit an seiner französischen Beteiligung Roussel-Uclaf und wird zum größten Pharmahersteller der Welt. Nach Einführung einer neuen Unternehmensstruktur erfolgt die Umbenennung in Hoechst Aktiengesellschaft.
1983
Die Hoechst AG bringt ein halbsynthetisches Humaninsulin auf den Markt, das aus Insulin vom Schwein gewonnen wird.
1989
Der OptiPen® steht am Beginn einer Reihe erfolgreicher Insulinpens aus Hoechst.
1990
Die Hoechst AG führt gegen Bluthochdruck in Deutschland den ACE-Hemmer Delix® ein.
1991
Sanofi und Sterling Winthrop schließen eine strategische Allianz. Die Aktivitäten der Winthrop GmbH (Norderstedt) werden nach München transferiert und in der neuen Sanofi Winthrop GmbH zusammengeführt.
1994
Hoechst konzentriert sein Kerngeschäft auf Pharma, Landwirtschaft und Biotechnologie.
1995
Das US-Arzneimittelunternehmen Marion Merrell Dow (MMD) wird an Hoechst verkauft.
1997
Als Strategische Management Holding führt die Hoechst AG ab 1. Juli kein eigenes operatives Geschäft mehr. Die Gesellschaften der Hoechst Gruppe sind für die Entwicklung ihres internationalen Geschäfts selbst verantwortlich. Mit der vollständigen Übernahme von Roussel-Uclaf entsteht die hundertprozentige Konzerngesellschaft Hoechst Marion Roussel AG. Im September wird die Hoechst-Aktie an der New York Stock Exchange gelistet und ist damit an insgesamt 17 Börsenplätzen vertreten.
1997
Das gut verträgliche Antihistaminikum Telfast®, in den USA als Allegra im Handel, hilft Heuschnupfenallergikern.
1999
Hoechst fusioniert mit dem französischen Chemie- und Pharmakonzern Rhône-Poulenc zu Aventis. Beide Firmen trennen sich von ihren Chemiesparten. Es entsteht einer der größten Pharmakonzerne weltweit. 
1999
Sanofi übernimmt die Synthelabo Holding GmbH und ändert den Firmennamen in Sanofi-Synthelabo.
1999
In Höchst beginnt die gentechnische Produktion von Humaninsulin. Das langwirksame Antirheumatikum Arava® kommt auf den Markt.
2000/2005
Die Insulinanaloga Lantus® (langwirksam) und Apidra® (kurzwirksam) helfen Diabetikern, ihre Insulintherapie zu steuern.
2002
Aventis verkauft die Agrochemie.
2004
Sanofi-Synthelabo übernimmt Aventis und gründet die sanofi-aventis-Gruppe
2007
In Höchst beginnt die Produktion von Insulin-Pens.
2011
Sanofi-aventis übernimmt das US-amerikanische Biotech-Unternehmen Genzyme. 
2011
Auf der Hauptversammlung stimmen die Aktionäre einer Verkürzung des Firmennamens auf Sanofi zu. Die Namensänderung ist mit der Einführung eines neuen Firmenlogos verbunden.
2015
Mit der Zulassung des langwirksamen Insulins Toujeo® beginnt ein neues Kapitel in der langen Geschichte der Diabetes-Innovationen am Standort Frankfurt. Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht als erste deutsche Regierungschefin den Sanofi-Standort Frankfurt-Höchst und weiht dort eine neue Hochtechnologielinie zur sterilen Fertigung von Arzneimitteln ein.
2017
Sanofi vollzieht ein strategisches Tauschgeschäft: Das Unternehmen erhält von Boehringer Ingelheim den Bereich Selbstmedikation mit starken Marken wie Buscopan®, Mucosolvan® oder Thomapyrin®. Im Gegenzug trennt sich Sanofi von seiner Tiergesundheitssparte (Merial). 
2017
Sanofi und MSD beenden ihr Joint Venture SPMSD. Beide Unternehmen führen fortan ihr Impfstoffgeschäft auch in Europa wieder getrennt voneinander – Sanofi wie schon im Rest der Welt unter dem Namen Sanofi Pasteur.