Kleines Organ mit großer Wirkung – die Schilddrüse

Kaum größer als eine Walnuss, aber enorm wichtig für unsere Gesundheit – die Schilddrüse. Sie ist sogar lebenswichtig. Denn sie produziert Hormone, die viele wichtige Körperfunktionen und den Stoffwechsel steuern. Bei Störungen der Schilddrüse zeigen sich unterschiedliche Symptome wie zum Beispiel Leistungs- oder Konzentrationsabfall, Unruhe, Gewichtszunahme oder Schlafprobleme. Diese können das Leben der Betroffenen stark beeinträchtigen.

Das schmetterlingsförmige Organ befindet sich im unteren Drittel unseres Halses vor der Luftröhre. Hier werden Hormone gebildet, unter anderem Trijodthyronin, kurz T3, sowie Tetrajodthyronin oder Thyroxin, auch T4 genannt. Diese Hormone beeinflussen unseren Energieverbrauch, die Regulierung der Körperwärme, die Aktivität von Nerven, Muskeln, Herz, Kreislauf, Magen und Darm, das seelische Wohlbefinden, die Sexualität sowie unsere körperliche und geistige Entwicklung.

Der Körper steuert die Schilddrüse ebenso einfach wie genial: Die Hypophyse und der Hypothalamus in unserem Gehirn überwachen die Höhe des Schilddrüsenhormonspiegels. Sinken die Hormonkonzentrationen wird automatisch der Botenstoff Thyreotropin (TSH) ausgeschüttet. Dieser übermittelt der Schilddrüse, dass sie mehr Hormone produzieren soll. Umgekehrt funktioniert das ebenso. Sobald die Hormonkonzentrationen zu hoch sind, wird das TSH solange zurückgehalten, bis der Hormonspiegel wieder normal ist. Die Fähigkeit der Schilddrüse T3 oder T4 zu bilden, hängt wesentlich von einer ausreichenden Jodversorgung ab. Jodmangel führt zu Störungen, ist aber keineswegs alleinige Ursache von Schilddrüsenerkrankungen.

20 Millionen
Deutsche leiden an einer Erkrankung der Schilddrüse (1)
5 Mal
mehr Frauen sind betroffen als Männer (2)
Ab 46
Jahren steigt die Wahrscheinlichkeit für eine Erkrankung (2)

Wenn die Schilddrüse aus dem Takt gerät

Die häufigsten Erkrankungen der Schilddrüse sind die Überfunktion, die Unterfunktion sowie gutartige Vergrößerungen und Knoten, auch Struma genannt. Letztere sind oft Folge eines langfristigen Jodmangels. Bei einer Überfunktion werden zu viele Schilddrüsenhormone an den Körper abgeben, bei der Unterfunktion zu wenige. Die Ursachen sind vielfältig. Bei einer Unterfunktion können es beispielsweise Entzündungen oder Operationen der Schilddrüse sein. Überfunktionen entstehen zum Beispiel durch Knoten, die besonders viel Jod speichern und ungeregelt Schilddrüsenhormone produzieren. Zu den schwerwiegenderen Erkrankungen gehört Schilddrüsenkrebs, der allerdings zu den vergleichsweise seltenen Krebsarten zählt.

Die Schilddrüse kann ein Grund für Beschwerden sein. Aber nicht immer werden Schilddrüsenerkrankungen rasch erkannt, denn manche Symptome sind sehr unspezifisch. Deshalb fördern wir aktiv die Aufklärung über die Bedeutung der Schilddrüse im menschlichen Körper. So unterstützen wir beispielsweise ärztliche Fortbildungen sowie Informationsveranstaltungen und fördern die Früherkennung von Schilddrüsenerkrankungen. Auf diese Weise tragen wir dazu bei, unnötige Leidenswege sowie Operationen zu verhindern.

Wir stehen für Standards in der Schilddrüsentherapie

Wir bieten einen vielfältigen Service für Patienten und Ärzte, der von umfassenden Informationen bis zu praktischen digitalen Alltagshelfern reicht. Außerdem setzen wir seit vielen Jahren Qualitätsstandards bei den Therapieangeboten. Unser Produktportfolio deckt dabei das gesamte Spektrum der Funktionsstörungen ab und bietet so individuelle Therapieoptionen für die Betroffenen. Das beginnt bei Jod-Präparaten zur Prophylaxe und geht über Medikamente, welche die Hormonproduktion bei Überfunktion blockieren, bis hin zum Einsatz von körperidentischen Schilddrüsenhormonen bei einer Unterfunktion.

Im Bereich Specialty Care widmet sich das Team von Sanofi Genzyme einem weiteren Schwerpunkt, dem Schilddrüsenkrebs, der zu Beginn der Erkrankung kaum Beschwerden verursacht und daher oft spät bemerkt wird. Erst mit zunehmender Tumorgröße kommt es zu Symptomen.

Ca. 6.000
Menschen erkranken in Deutschland jährlich an Schilddrüsenkrebs (3)
Frauen
sind häufiger betroffen als Männer (3)
50 - 60
Jahre ist das durchschnittliche Erkrankungsalter (3)

Am häufigsten treten sogenannte differenzierte Schilddrüsenkarzinome (DTC) auf, die meist weniger aggressiv sind. In der Regel können sie gezielt mit einer Operation und einer folgenden Radiojodtherapie behandelt werden und gehören zu den Tumoren mit den besten Heilungsaussichten überhaupt. Seltener ist der sogenannte medulläre Schilddrüsenkrebs (MTC), bei dem vieles von einer möglichst frühen Diagnose abhängt.

In der Therapie von Schilddrüsenkrebs hat die moderne Medizin in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht, sodass die Betroffenen heute gute Heilungschancen haben. Wie bei vielen Krebsarten gilt auch hier: Je früher er entdeckt wird, desto besser. Daher unterstützen wir umfangreiche Maßnahmen zur Früherkennung, stellen Informationen zu gutartigen und bösartigen Knoten zur Verfügung, klären über die unterschiedlichen Schilddrüsenerkrankungen auf und bieten Therapien zu einer lebenslangen Nachsorge für Schilddrüsenkrebspatienten.

Information für Patienten

Information für Patienten

Auf der Website des Forum Schilddrüse e.V. erwarten Sie umfangreiche Informationen und Expertensprechstunden.
Service für Ärzte

Service für Ärzte

Unser Internetportal infoline-schilddruese.de informiert Ärzte über neueste Entwicklungen und Fortbildungsveranstaltungen.
Information & Service

Information & Service

Auf der Website schilddruesenkrebs.de unterstützen wir Sie mit Informationen zu Diagnose, Therapie und Nachsorge von Schilddrüsenkrebs.

(1) http://www.jodmangel.de/broschuerenbestellung/pdf/11553_2007_77_OnlinePDF.pdf (Stand 10.04.2018)
(2) https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsB/schilddruesenhormone.pdf?__blob=publicationFile (Stand 10.04.2018)
(3) https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Krebs_in_Deutschland/kid_2017/kid_2017_c73_schilddruese.pdf?__blob=publicationFile (Stand 10.04.2018)