Scientist@Sanofi – Christoph Grebner: Computer statt Reagenzglas

Scientist@Sanofi – Christoph Grebner: Computer statt Reagenzglas

Was für andere Wissenschaftler das Reagenzglas ist, ist für ihn der Computer: Christoph Grebner ist Computerchemiker mit Leib und Seele. Der Grund für seine Begeisterung: In seinem Job erlebt er fast täglich neue Überraschungen. Bei Sanofi in Frankfurt forscht er im Bereich computergestütztes Wirkstoffdesign und hat sich dort auf die frühe Wirkstoffentwicklung spezialisiert. Dabei beschäftigt sich der promovierte Wissenschaftler vor allem mit künstlicher Intelligenz – und wie sich diese ganz konkret bei der Entwicklung neuer Wirkstoffe einsetzen lässt.

Tag für Tag ein Stück mehr Wissen

„Wissenschaftler zu sein bedeutet für mich, jeden Tag neue Fragen zu stellen, sie zu beantworten und damit neues Wissen zu erlangen“, sagt Christoph. Was ihn dabei am meisten fasziniert? „Ich kann hier bislang völlig unbekannte Bereiche entdecken und dazu beitragen, Patienten zu helfen.“ Konkret unterstützt Grebner mit seiner Arbeit die Wissenschaftler aus unterschiedlichen Forschungsteams bei Sanofi bei der Suche nach neuen Wirkstoffen. „Mein Arbeitsfeld umfasst die Analyse von Daten, das Design von neuen Molekülen und die Entwicklung neuer Algorithmen.“ Dabei basiert sein Job auf Methoden der Computerchemie und des maschinellen Lernens.

Mehr Moleküle als Sterne am Himmel

„Diese Methoden unterstützen uns bei der Analyse von Daten, da wir damit auch sehr komplexe Zusammenhänge aufdecken können“, erklärt er. Auf der Suche nach neuen Molekülen nutzt der Forscher beispielsweise große virtuelle Molekülbibliotheken sowie Methoden der künstlichen Intelligenz, mit denen Moleküle aus dem unvorstellbar großen chemischen Raum generiert und bewertet werden können. „Als kleiner Vergleich: Der chemische Raum, mit dem die Gesamtheit aller Moleküle, die existieren oder hergestellt werden können, gemeint ist, beinhaltet mehr Moleküle, als es Sterne im bekannten Universum gibt.“ Eine weitere Besonderheit ist, dass diese so generierten Moleküle vorher in der Praxis nicht bekannt waren, daher werden sie im Anschluss von Chemikern im Labor synthetisiert. „Unsere Methoden kann man mit Raumschiffen vergleichen, die es uns erlauben würden, weite Strecken zurückzulegen und neue Galaxien zu entdecken.“ Das motiviere natürlich zusätzlich. „Wir können den Wirkstoff-Findungsprozess so enorm beschleunigen und innovative Medikamente für die Patienten bereitstellen.“

Noch viel zu tun

Sein größter persönlicher Erfolg? „Als ich innerhalb eines Projektes mit einer neu entwickelten Methode bis dahin völlig unbekannte wirksame Moleküle gefunden habe“, sagt der Computerchemiker. Das habe ihm gezeigt, dass die Algorithmen funktionieren – und nicht zuletzt habe es das Projekt enorm vorangebracht. Das spornt an, auch für die Zukunft. „Indem wir die künstliche Intelligenz in unsere Projektteams integrieren, wird sie so etwas wie ein neues digitales Teammitglied“, erklärt Grebner. Darüber hinaus könnte er sich vorstellen, die Methode an automatisierte Synthesen, bei denen die chemische Synthese mithilfe von Robotergeräten durchgeführt wird, und biologische Testungen zu koppeln – und so Moleküle künftig noch schneller generieren und testen zu können.

 
Scientist@Sanofi: Forscher bei Sanofi erforschen neue Behandlungsmethoden, entwickeln innovative Arzneimittel und übersetzen wissenschaftliche Innovation in medizinischen Fortschritt für Patienten.

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