Hören statt lesen – hier gibt es die Story auf die Ohren:

Das Leben mit Neurodermitis birgt eine Vielzahl von Herausforderungen, insbesondere für Menschen, die unter einer mittelschweren bis schweren Form der Erkrankung leiden. Die Auswirkungen der chronisch-entzündlichen Hauterkrankung können zu einer dauerhaften Belastung im Alltag werden.

Körperliche Beschwerden, ständiger Juckreiz, soziale Ausgrenzung und psychische Auswirkungen – Menschen mit Neurodermitis müssen mit einer Vielzahl von Herausforderungen umgehen.

Erfahrungen mit Neurodermitis: das berichtet Rainer

Rainer lebt seit 46 Jahren mit Neurodermitis. Dazu hat er Asthma. Er kennt die täglichen Herausforderungen seiner Erkrankung: „Der ständige Juckreiz hat viele Energien gebunden, die ich für andere Dinge gebraucht hätte. Dies führte dazu, dass ich in meinen Aktivitäten – beruflich und privat – oft eingeschränkt gewesen bin. Was für andere selbstverständlich war, bedeutete für mich häufig besonderen Aufwand oder eben Verzicht: Ich konnte zum Beispiel oft nicht abends ausgehen“, berichtet er.

Trotz der Erschwernisse im Alltag ist es wichtig, einen positiven Blick auf das Leben zu bewahren und Wege zu finden, das Wohlbefinden zu verbessern und die Lebensqualität zu steigern. Anlässlich des sechsten Internationalen Neurodermitis Tags am 14.09.2023 macht Sanofi auf dem Instagram-Kanal leben_mit_neurodermitis.info auf die Hauterkrankung aufmerksam und ruft zu drei spannenden Challenges auf.

Challenge accepted? Kommen Sie auf den Instagram-Kanal @leben_mit_neurodermitis.info und schauen Sie sich die Challenges zum Internationalen Neurodermitis Tag 2023 an.

Challenge accepted? Kommen Sie auf den Instagram-Kanal @leben_mit_neurodermitis.info und schauen Sie sich die Challenges zum Internationalen Neurodermitis Tag 2023 an. Auf Sie wartet spannender Content. Die Challenges werden von den beiden Experten @derhausarzt2 und der @hautarzt2b begleitet. Auch die Leben-mit-Neurodermitis-Blogger*innen sind dabei und berichten aus ihrem Alltag mit Neurodermitis. Begleitet wird die Aktion vom Netzwerk Autoimmunerkrankter NIK e.V.

So können Betroffene den Juckreiz lindern

Entzündete, schmerzende Haut und ständiger Juckreiz sind eine alltägliche Belastung für viele Menschen mit Neurodermitis.1,2 Besonders der starke Juckreiz kann für Betroffene zu erheblichen Einschränkungen in allen Lebensbereichen führen: von der Auswahl der Kleidung über alltägliche Dinge wie Einkaufen und Arbeit, Sport und Freizeit, in sozialen Beziehungen bis hin zur Intimität.3

Neurodermitis beeinflusst den Alltag.

„Du musst einfach aufhören zu kratzen“, diesen gut gemeinten Ratschlag bekommen Betroffene häufig zu hören. Doch so einfach ist es nicht, denn der Juckreiz, den Menschen mit Neurodermitis verspüren, ist mehr als nur lästig. Er kann für die Betroffenen sehr unangenehm sein, ihre Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigen, starke Schmerzen bereiten und auch zu Schlafstörungen führen. Das beste Mittel gegen den Juckreiz ist eine adäquate Therapie. Inzwischen gibt es moderne und langfristige Therapieoptionen bei Neurodermitis. Es lohnt sich also, dazu mit einem Dermatologen oder einer Dermatologin zu sprechen. Bei einem akuten Schub ist schnelle Hilfe nötig. Diese Tipps können dabei helfen:

Avend vom Instagram-Kanal @der.hautarzt2bAvend vom Instagram-Kanal @der.hautarzt2b ist angehender Dermatologe und klärt auf seinem Kanal vor allem über Hauterkrankungen auf. Er kennt die täglichen Herausforderungen von Neurodermitis-Betroffenen und erklärt: „Individuelle Strategien können helfen, vom Kratzen abzulenken und den Fokus auf andere Dinge zu lenken – auch wenn das nicht immer einfach ist.“

Diese Tipps können den Juckreiz erträglicher machen:

  • Eine fetthaltige Creme auftragen
  • Ein Kühlpack auflegen
  • Neben der juckenden Stelle vorsichtig Reiben, Klopfen oder Drücken
  • Die Hand für ca. 30 Sekunden zur Faust ballen und danach den Finger auf die Haut neben der juckenden Stelle pressen oder leicht kneifen
  • Achtsamkeitsübungen durchführen, z. B. Autogenes Training
  • Das persönliche Umfeld einbeziehen und um Unterstützung bitten

Die Suche nach den Neurodermitis-Auslösern

Um Schüben und starkem Juckreiz vorzubeugen, ist es für Betroffene außerdem wichtig, ihre Trigger zu kennen. Diese sind sehr individuell und können zum Ausbruch oder einer Verschlechterung der Erkrankung führen. Häufige Trigger sind zum Beispiel Pollen, bestimmte Lebensmittel oder psychische Faktoren wie Stress.4 Ein Neurodermitis-Tagebuch kann Betroffene bei der Spurensuche unterstützen. Darin wird notiert, wann und unter welchen Umständen es zu einem Schub kommt. Sobald Betroffene wissen, worauf die Haut mit Neurodermitis-Schüben reagiert, können sie beginnen, Neurodermitis-Triggern „aus dem Weg zu gehen“. Dennoch handelt es sich bei Neurodermitis um eine chronische Erkrankung, die auftreten kann, auch wenn Betroffene alle Regeln beherzigen.

Neurodermitis-Tagebuch

Neurodermitis-Tagebuch

Das Neurodermitis-Tagebuch kann Betroffene dabei unterstützen, ihre individuellen Krankheitsauslöser zu identifizieren.

Neurodermitis-Blog

Der Neurodermitis-Blog

Zusammen ist man weniger allein. In diesem Blog geben Betroffene spannende Einblicke und hilfreiche Tipps zum Alltag mit Neurodermitis.

Expertenfinder

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Besuch bei dem Dermatologen oder der Dermatologin

Neben individuellen Juckreiz-Strategien und der Vermeidung von Trigger-Faktoren ist es wichtig, eine passende Therapie zu finden. Dank medizinischer Forschung stehen heute eine Reihe von modernen Therapieoptionen zur Verfügung, die zu einer langfristigen Krankheitskontrolle führen können. Die Wahl der Behandlung richtet sich individuell nach dem Schweregrad der Symptome. Betroffenen kann es helfen sich über die verschiedenen Therapiemöglichkeiten selbst zu informieren und den Dermatologen oder die Dermatologin gezielt anzusprechen.

Um individuell den optimalen Behandlungsweg zu finden, sind Dermatolog*innen die besten Ansprechpartner*innen. Sie können eine Diagnose stellen und die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten erläutern. Auf der Website leben-mit-neurodermitis.info finden Betroffene wertvolle Informationen rund um das Thema Behandlung bei Neurodermitis.

Avend und David

Für viele Menschen ist der Hausarzt nach wie vor die erste Anlaufstelle bei Neurodermitis. Insbesondere bei mittelschweren und schweren Formen ist eine enge Zusammenarbeit mit einem Dermatologen oder einer Dermatologin wichtig.

Unsere Haut – stark und sensibel zugleich

Die Haut ist flächenmäßig unser größtes Organ und der wichtigste Schutz des Menschen vor äußeren Einflüssen. Sie ist vielen Herausforderungen ausgesetzt und kann anfällig für eine Vielzahl von Erkrankungen sein.
Mehr über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten erfahren.

Referenzen
1 Werfel T et al., S2k AWMF Leitlinie Neurodermitis. 2015:013-027 mit Amendment zur Systemtherapie 2020:013-027
2 Weidinger S, Novak N. Atopic dermatitis. Lancet. 2016;387(10023):1109-1122
3 Simpson EL et al. J Am Acad Dermatol 2016; 74: 491-498
4 https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Neurodermitis-erkennen-und-behandeln,neurodermitis106.html

MAT-DE- 2303599-1.0-08/2023; Header-Foto: Canva | Delmaine Donson