Sanofi BioCampus in Frankfurt Höchst: Integrierter Standort für pharmazeutischen Fortschritt und mit innovativer Technik

Sanofi BioCampus in Frankfurt Höchst

Integrierter Standort für pharmazeutischen Fortschritt und mit innovativer Technik

Sanofi in Deutschland entwickelt sich stetig weiter: Am Standort Frankfurt ist aus der langjährigen Kernkompetenz Diabetes ein voll integrierter BioCampus entstanden. Die Transformation des Standorts bringt Veränderungen in zahlreichen Bereichen und auch Investitionen: Im Süden des Industrieparks Höchst, in unmittelbarer Nachbarschaft zur Fertigung von Applikationshilfen wie Insulinpens, ist ein neues Devices Technology Center entstanden, in dem künftig die Applikationshilfen für Biologika entwickelt werden.

Weitere News & Storys von Sanofi in DeutschlandModerne Biologika gewinnen zunehmend an Bedeutung: Anfang des Jahres 2019 waren 81 Wirkstoffe bei Sanofi in der Entwicklungspipeline, mehr als zwei Drittel davon Biologika. Zu den Biologika gehören neben Insulinen unter anderem Antikörper, Impfstoffe und Nanobodies. Aber nicht nur die biologischen Wirkstoffe, auch deren Anwendungsgebiete werden immer zahlreicher. Ursprünglich vor allem in der Transplantationsmedizin und bei der Behandlung von Krebserkrankungen eingesetzt, gehören heutzutage Multiple Sklerose, Hypercholesterinämie, rheumatoide Arthritis, allergisches Asthma oder die Schuppenflechte zu den Erkrankungen, die man mit Hilfe von Antikörpern behandelt.

Dr. Malte Greune, Geschäftsführer Pharmazeutische Fertigung von Sanofi in Deutschland

Chancen von Biologika für die Gesundheitsversorgung

Große, hochkomplexe Biologika werden die medizinischen Möglichkeiten zur Behandlung zahlreicher Erkrankungen auch in Zukunft wesentlich voranbringen.

Dr. Malte Greune, Geschäftsführer Pharmazeutische Fertigung von Sanofi in Deutschland

Im Gegensatz zu den bisher meist üblichen „Chemicals“ oder auch „Small Molecules“ sind Biologika in ihrer Molekülstruktur deutlich komplexer, in der Herstellung anspruchsvoller und gegenüber Umwelteinflüssen empfindlicher. Sie benötigen auch meistens eine Applikationshilfe, da sie zukünftig nur sehr selten als Pille, Kapsel oder Tablette eingenommen werden können. Das hat Einfluss auf die gesamte Wertschöpfungskette, von der Forschung und Entwicklung bis hin zur Produktion und Fertigung.

Big Data in Forschung und Entwicklung

Auch für Biologika beginnt die Wertschöpfungskette in der Forschung – nur etwas anders als bei den klassischen „Chemicals“: Beispielsweise versuchen die Forscher, die Eigenschaften mehrerer Antikörper, von denen jeder ganz spezifische Eigenschaften hat, effektiv miteinander zu kombinieren. So lassen sich theoretisch Hunderttausende neuer multispezifischer Antikörper bauen.

Auf der Suche nach neuen Wirkstoffen für Medikamente

Wirkstoffsuche

Bioinformatiker Norbert Furtmann und seine Kollegen spüren mit Hilfe geballter Rechenpower neue Wirkstoffe für Medikamente auf. Wo früher nur ein paar Dutzend Tests gleichzeitig möglich waren, laufen in dem modernen Labor heute 10.000 Tests parallel.

Während man sich vor noch nicht allzu langer Zeit wegen des hohen Aufwands auf 30 bis 50 möglichst aussichtsreiche Kandidaten beschränken musste, ermöglichen es heute neue Roboteranlagen und Datenmaschinen am BioCampus in Frankfurt Höchst bis zu 10.000 Kandidaten parallel zu testen. Damit sind nicht nur die Erfolgschancen deutlich höher, einen geeigneten Wirkstoff zu finden. Es entstehen auch große und informationsreiche Datensätze, die sich wiederum mit Hilfe Künstlicher Intelligenz auswerten lassen. Dadurch ist es möglich, aus der großen Datenflut zu lernen und Prinzipien für die Entwicklung noch besserer Wirkstoffe abzuleiten. Sind erfolgversprechende Wirkstoffe gefunden, erfordert die Biologika-Entwicklung im nächsten Schritt frühzeitige Überlegungen zu der biotechnologischen Herstellung mit Hilfe lebender Zellen, Bakterien oder Hefen sowie zur Formulierung und Darreichungsform.

Interdisziplinäre Prozesse und Plattformen

Der Entwicklungs- und Herstellungsprozess für diese innovativen Medikamente ist aufwändig und interdisziplinär. Dazu braucht es die Fachkenntnis vieler Experten und die passende Infrastruktur. Der in Frankfurt gelebte Plattformgedanke ermöglicht es, innerhalb einer Anlage sowohl Biologika für die klinische Entwicklung als auch nach der Zulassung für den Markt zu produzieren. Das gibt es so bei Sanofi nur am BioCampus in Frankfurt und ermöglicht schnelle Realisierungen. Die Produktion in einer Anlage ist vor allem möglich, weil hochwirksame Biologika oft nur in einem Bruchteil  der Menge klassischer Arzneimittel benötigt werden.

Mensch und Maschine: Hochtechnologie in der Pen-Fertigung von Sanofi in Frankfurt

Pen-Fertigung

Mensch und Maschine: Hochtechnologie in der Pen-Fertigung von Sanofi in Frankfurt. Der Cobot entlastet von monotoner Feinarbeit. Die Rolle der Menschen wandelt sich: Während der Roboter Pens und Autoinjektoren montiert, überwachen sie Abläufe und widmen sich komplexeren Aufgaben.

Nicht zuletzt muss das Medizinprodukt, mit dem sich die Patienten die Biologika injizieren, optimal an einen Wirkstoff angepasst werden. Denn je nach Mischung und Konzentration von Arzneimittelwirkstoff und Hilfsstoffen kann die Formulierung zäh- oder dünnflüssig, licht-, druck-, kälte- oder wärmeempfindlich sein. Darüber hinaus muss die Handhabung der Applikationshilfen einfach sein. Menschen nehmen Farbe, Form und Funktion unterschiedlich wahr, die Kraft in ihren Händen ist unterschiedlich groß, auch abhängig von ihrer Erkrankung und ganz abgesehen davon gelten auch nicht überall auf der Welt dieselben Regeln und Konventionen. Das stellt die Design- und Technikentwicklungsteams vor Herausforderungen. Denn erst die richtige Anwendungsform macht aus einem Wirkstoff ein sicheres und gebrauchsfähiges Medikament. Daran arbeiten 330 Mitarbeiter bei Sanofi in Frankfurt schon jetzt interdisziplinär zusammen, aber zukünftig vor allem räumlich viel näher: im neuen Devices Technology Center im Süden des Industrieparks Höchst – in direkter Nachbarschaft der Device-Fertigung.

Investition in den Standort Frankfurt: Das neue Devices Technology Center erweitert den BioCampus

Devices Technology Center

Investition in den Standort Frankfurt: Das neue Devices Technology Center erweitert den BioCampus. In das Büro- und Laborgebäude in direkter Nachbarschaft zur Pen-Fertigung im Süden des Industrieparks Höchst zieht das bereits interdisziplinär zusammenarbeitende Team ein.

Auf lange Sicht sind nur Standorte zukunftsfähig, die Kontakte und Übergänge von der Forschung zur Entwicklung bis zur Anwendung fördern. Diese Vernetzung von unterschiedlichen Experten und Infrastrukturen ist auf dem BioCampus von Sanofi in Frankfurt gegeben. Er ist einer der größten integrierten Standorte, in dem von der frühen Erkenntnis bis zum fertigen Produkt für die Patienten alles zusammengeführt ist. Zusammen machen Mensch und Technik aus Ideen Innovationen und Produkte.

Sanofi BioCampus: Pharmazeutischer Fortschritt und innovative Technik

Sanofi BioCampus Frankfurt

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