Sanofi goes digital – wie die Digitalisierung die Erforschung und Produktion von Arzneimitteln erobert

Sanofi ist ein weltweites Gesundheitsunternehmen, das Menschen bei ihren gesundheitlichen Herausforderungen unterstützt. Um in unserer Mission jeden Tag etwas besser zu werden, hilft auch die Digitalisierung. Bits und Künstliche Intelligenz stärken den Kampf gegen Erkrankungen. Medikamente kommen aus dem Datenstrom und Cobots unterstützen nicht nur die menschliche Arbeitskraft sondern machen die Arzneimittelherstellung noch ein Stück präziser. Mit der Digitalisierung verbindet Dr. Fabrizio Guidi, Vorsitzender der Geschäftsführung von Sanofi in Deutschland, eine große Vision: „Unser Ziel ist es, eine digitale Sanofi-Plattform zu schaffen. Mit einem rundum Service für Patienten.“ Wo Sanofi in Deutschland heute steht und wo es entlang der gesamten Wertschöpfungskette hingehen soll, erfasst der Sanofi Digital Campus. Die interne Veranstaltung findet in dieser Woche statt und ist für sanofi.de Anlass genug, um einen Blick in die komplexe Datenwelt und eHealth zu werfen.

Vor einem Arztbesuch die aufgetretenen Symptome zu googeln, ist für viele Patienten mittlerweile selbstverständlich. Die Beschwerden aber in einer App zu erfassen und sich aus tausenden von Datensätzen die Erkrankung bestimmen zu lassen, nutzen hierzulande bislang vermutlich die wenigsten Menschen. Auch wenn eine der führenden Apps „Ada Health“ im Oktober 2018 etwa fünf Millionen Nutzer hatte, zählen solche Angebote nur zu den Ausläufern einer umfassenden technologischen Revolution.

Podcast: Digitalisierung bei Sanofi in Deutschland – Interview mit Galina Hesse

Digitalisierung bei Sanofi in Deutschland – Interview mit Galina Hesse

Jetzt gibt’s was auf die Ohren: Galina Hesse berichtet über digitale Projekte und Fortschritte im Gesundheitswesen allgemein und im Speziellen bei Gesundheitsunternehmen wie Sanofi.

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Datenmengen revolutionieren die medizinische Forschung

Für Patienten eher im Verborgenen läuft hingegen die Digitalisierung in der medizinischen Forschung ab. Dabei ist das, was die Gesundheitsunternehmen in ihren Labors und Entwicklungsabteilungen nutzen, für die breite Öffentlichkeit nicht weniger nützlich. Ein Forscher, der sich bei Sanofi in Deutschland die Digitalisierung zu eigen macht, ist Dr. Norbert Furtmann. Er ist für das Aufspüren potentieller Kandidaten für neue medizinische Wirkstoffe zuständig. Zusammen mit seinen Kollegen entwickelt der als Bioinformatiker tätige, promovierte Apotheker vor allem Antikörper und testet ihr Potential für die Behandlung von Krankheiten. Dabei kommen mächtige Datenmaschinen ins Spiel. Händisch musste sich das Team früher auf 30 bis 50 Wirkstoffkandidaten begrenzen. Heute parallelisieren die Forscher 10.000 dieser Tests gleichzeitig in entsprechend ausgestatteten Roboteranlagen. Nicht nur die Zeitersparnis sondern auch die Erfolgschancen sprechen für das Verfahren.

Auf der Suche nach neuen Wirkstoffen für Medikamente

Wirkstoffsuche

Bioinformatiker Norbert Furtmann und seine Kollegen spüren mit Hilfe geballter Rechenpower neue Wirkstoffe für Medikamente auf. Wo früher nur ein paar Dutzend Tests gleichzeitig möglich waren, laufen in dem modernen Labor heute 10.000 Tests parallel.

Bei diesem Prozess werden große und informationsreiche Datensätze generiert. Künstliche Intelligenz, insbesondere das maschinelle Lernen, kommt nun zum Einsatz, um Muster in Datensätzen zu erkennen. Außerdem lernt das Team, die Wirkstoffkandidaten besser zu verstehen und Experimente im Labor zu reduzieren.

Produktion und Fertigung auf der digitalen Welle

Ist ein neuer Wirkstoff gefunden, geht er nach zahlreichen Tests und Zulassungen in die Produktion. Dabei ist der promovierte Bioverfahrenstechniker, Dr. Michelangelo Canzoneri, bei Sanofi so etwas wie ein Lotse. Mehrere Produktionsstätten weltweit macht er mit seinem Team und den Kolleginnen und Kollegen vor Ort fit für die digitale Zukunft.

Augmented Reality in der Wartung von Produktionsmaschinen

Augmented Reality

Wann steht die nächste Wartung an, läuft bei der Produktion alles rund? Mit Hilfe von Augmented Reality lassen sich wichtige Informationen in die Datenbrille direkt einspielen – so wird die Fabrik der Zukunft Wirklichkeit.

So hält Industrie 4.0 Einzug in die Wirklichkeit des Alltags von Sanofi. Und umgekehrt die Mitarbeiter in der virtuellen Realität, denn auch der Gegenbesuch ist möglich. So konnten die Beschäftigten am Standort Geel in Belgien die geplante Fabrik – besser gesagt, deren „digitalen Zwilling“ – schon mittels einer Datenbrille besichtigen, bevor diese überhaupt eingerichtet war. Dadurch ließ sich zum Beispiel der Hallenplan noch verbessern. Im Alltag spielt die Augmented-Reality-Brille dann auch Informationen über den aktuellen Zustand der Geräte und der laufenden Prozesse in das Gesichtsfeld der Beschäftigten ein.

Künstliche Intelligenz schafft Multidimensionalität

Warum Künstliche Intelligenz eine so zentrale Rolle in der Arzneimittelproduktion einnehmen wird, liegt auch an der zunehmenden Komplexität von Medikamenten – aktuell sind biologisch statt chemisch erzeugte Wirkstoffe im Trend. „Der Mensch kommt mit zwei-, drei- oder vierdimensionalen Informationen noch halbwegs zurecht. Aber die Arzneimittelproduktion ist multidimensional – eine einfache zweidimensionale Tabelle, die beispielsweise Temperaturen und Mengen zugeführter Stoffe angibt, genügt da längst nicht mehr“, erklärt Canzoneri.

So messen Sensoren bei der Herstellung einer einzigen Charge von Medikamenten mehrere Tausend Eigenschaften – Substanz, Qualität, pH-Wert, Zeitpunkte von Beimischungen und dergleichen – und werfen dazu mehrere Milliarden Datenpunkte aus. Die Fähigkeit der Künstlichen Intelligenz, diese Informationsmengen zu lesen, zu analysieren und in Sekundenschnelle die wesentlichen Informationen daraus zu ziehen, ermöglicht einen tieferen und erweiterten Einblick in die Komplexität der Medikamentenforschung, -entwicklung sowie Produktion und garantiert ihr damit einen festen Platz in der Fabrik der Zukunft.

Roboter sind keine Science-Fiction mehr

Darin spielen auch Roboter eine zunehmend wichtige Rolle: Cobots schließen die Lücke zwischen Mensch und vollautomatisierter Produktionsanlage. „Wir sind vor zwei Jahren aufgebrochen, um die ersten Schritte in Richtung kollaborative Robotertechnologie zu gehen“, berichtet Rainer Bernhardt, technischer Leiter der Herstellung von Insulinpens bei Sanofi. Gesagt, getan: Der erste Cobot hielt Einzug ins Werk und „ist bereits voll in die Produktion integriert“, zwei weitere werden derzeit eingerichtet, nachdem auch die Maschine bei den Menschen im Team auf Akzeptanz gestoßen ist.

Cobots sind für die direkte Zusammenarbeit mit Menschen entwickelt und haben vor allem den Zweck, die Mitarbeiter bei monotonen Tätigkeiten zu unterstützen, die in hoher Präzision ausgeführt werden müssen. Dazu gehört der Zusammenbau vormontierter Einzelteile – etwa bei der Produktion von speziellen Autoinjektoren, mit denen sich Patienten mit rheumatoider Arthritis selbst Antikörper spritzen können.

Hochpräzise und niemals müde: der Cobot

Hochpräzise und niemals müde

Der Cobot entlastet Rainer Bernhardt und sein Team von monotoner Feinarbeit. Die Rolle der Menschen wandelt sich: Während der Roboter Insulinpens und andere Produkte montiert, überwachen sie Abläufe und widmen sich komplexeren Aufgaben.

Digital Campus bei Sanofi in Frankfurt

An diesen Beispielen aus dem Sanofi-Alltag zeigt sich, dass vom digitalen Fortschritt sowohl die breite Öffentlichkeit mit Patienten als auch Unternehmen mit ihren Mitarbeitern profitieren können. In diesem von Daten getriebenen Umfeld geht es um nicht weniger als die Frage: Wie stelle ich mich als Unternehmen neu auf? Produziere ich auch in 20 Jahren nur Medikamente, oder biete ich diese zusammen mit einer App an, unterstütze ich künftig sogar Therapien, indem ich ganze Versorgungsprogramme anbiete?

Dr. Fabrizio Guidi, Vorsitzender der Geschäftsführung von Sanofi in Deutschland

Digital in allen Bereichen

Wir bei Sanofi treiben die Digitalisierung voran, in all ihren Facetten. Von Automatisierung, über Robotik, bis hin zur digitalen Kundenkommunikation.

Dr. Fabrizio Guidi, Vorsitzender der Geschäftsführung von Sanofi in Deutschland

Um die Gesamtheit aller Projekte vorzustellen und neue Denkanstöße zu geben, initiiert Sanofi in Deutschland für seine Mitarbeiter und bestehende sowie potentielle Partner den ersten Sanofi Digital Campus. Bei der internen Veranstaltung kommen Projektleiter und Mitarbeiter sowie externe Referenten gleichermaßen zu Wort. Verfolgen Sie unter dem Hashtag „#SanofiDigiCampus“ bei Twitter die Veranstaltung und gewinnen Sie einen Einblick, was Digitalisierung heute bereits für Sanofi und damit sowohl für die heutige als auch zukünftige Gesundheitsversorgung von Menschen bedeutet.

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Video: Digitalisierung bei Sanofi

Digitalisierung bei Sanofi

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